Fußball:Pluwig/Gusterath unter den besten fünf der Liga

Fußball:Pluwig/Gusterath unter den besten fünf der Liga

Die DJK Pluwig/Gusterath hat sich bereits nach 18 Spieltagen fest in der B-Liga Mosel/Hochwald etabliert und kann entspannt nach vorne blicken. Für das Trainerteam um Uwe Linz und Uwe Wess ist mittelfristig auch die A-Liga ein realistisches Ziel für die junge Mannschaft.

Pluwig-Gusterath. In der Ruhe liegt die Kraft. Zwölf Spieltage muss die DJK Pluwig/Gusterath noch bis zum Saisonende meistern und das Abstiegsgespenst scheint bereits jetzt vertrieben. Mit 31 Punkten hat sich der letztjährige Aufsteiger zwischenzeitlich auf dem fünften Tabellenplatz eingereiht.

"Wir wollen unseren erfolgsorientierten Fußball fortsetzen und uns kontinuierlich weiterentwickeln", sagt ein zufriedener Uwe Linz, der die erste Mannschaft gemeinsam mit Uwe Wess seit 2007 sportlich betreut. Das damals gesetzte Ziel des Vereins (mittelfristiger Aufstieg in die B-Liga) ist längst erreicht. Nach dem Abstieg in die C-Klasse im ersten Trainerjahr folgte der direkte Wiederaufstieg.

Durchschnittsalter: 20 Jahre



Waren im Abstiegsjahr noch die "Alten" am Ball, so konnte Linz im Folgejahr auf eine junge und neue Mannschaft zurückgreifen, die ihm bestens aus seiner Trainer zeit in der DJK-Jugend bekannt war. Seine komplette A-Jugend wechselte damals in den Seniorenbereich über und holte sich den Meistertitel in der Saison 2008/2009 mit nur einer Niederlage. Mit etwas Glück schaffte die DJK gleich im Folgejahr als Tabellendritter sogar den zweiten Aufstieg in Folge. "Wir kamen damals von unserer Mannschaftsfahrt zurück, als uns Rudi Krein am Bahnhof die freudige Nachricht mitteilte", erinnert sich Linz.

Auch in der neuen Umgebung läuft für den Aufsteiger alles nach Plan. "Wir haben keinen Druck und keine Ängste mehr", meint Linz, dessen Augen bereits in die nächste Saison blicken. Mit modernem Fußball und einem Spielsystem mit Viererkette und Raumdeckung soll es in der jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 20 Jahre) stetig aufwärts gehen. Als letzter der alten Garde hebt Torsten Maurischat mit 38 Jahren den Schnitt im 16-Mann-Kader sogar noch etwas an.

Positiv stimmt Linz, dass fast alle Spieler auf unterschiedlichen Positionen einsetzbar sind. Ausfälle können so gut kompensiert werden. Das Trainieren im Team will der gebürtige Trierer nicht mehr missen. Was anfänglich, bedingt durch seine Schichtarbeit bei einem Zigarettenhersteller in Trier, als Notlösung angedacht war, hat sich längst als Erfolgskonzept bewiesen. "Mir und vor allem meiner Stimme tut es manchmal gut, wenn ich mal an der Außenlinie pausieren kann und Uwe mit seiner etwas ruhigeren Art die Richtung vorgibt", erzählt der 45-jährige Wahl-Pluwiger, der seine Fußballschule bei der Trierer Eintracht durchlief.

Mit Bruder Paul Amateurmeister



Dort hat er viele erfolgreiche Fußballjahre verbracht, bevor er seine Stürmerqualitäten auch in die Dienste des VFL Trier, des Hermeskeiler SV und des FSV Salmrohr stellte. Beim FSV spielte Uwe zwei Jahre lang gemeinsam mit seinem Bruder Paul Linz (Borussia Neunkirchen) und schaffte mit dem Titel Deutscher Amateurmeister seinen größten sportlichen Erfolg. Erfahrungen als Trainer machte er bereits vor seinem Engagement in der DJK Pluwig/Gusterath beim SV Ober emmel.

Die DJK wird weiterhin seine sportliche Heimat bleiben. Hier fühlt sich der gelernte Fliesenleger, der sich vor einigen Jahren mit Ehefrau Heike und Sohn Tom in Pluwig sesshaft gemacht hat, sichtlich wohl. Gemeinsam mit Abteilungsleiter Otmar Breiling, dem 2. Vorsitzenden Dirk Müller und Uwe Wess lenkt er die Geschicke rund um den Seniorenfußball. Der Verein ist dank guter Nachwuchsarbeit in den letzten drei Jahren von 700 auf 1000 Mitglieder gewachsen. Für Linz Grund genug, weiter nach vorne zu schauen und neue Projekte anzugehen. So schwärmen die Verantwortlichen von einem eigenen Kunstrasenplatz. "Das würde dem oberen Ruwertal nicht nur topografisch gut stehen", meint Linz, auch mit Blick auf die vielen umliegenden Vereine und die Trainingsengpässe im Winter.

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