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Fußball-Rheinlandliga: Dörbach patzt im Sechs-Punkte-Spiel

Fußball-Rheinlandliga: Dörbach patzt im Sechs-Punkte-Spiel

Trier. (wir) SV Dörbach – SG Zell/Bullay-Alf 1:2 (1:2)„Sechs-Punkte-Spiele“ sind nicht die Spezialität des SV Dörbach. Zum Abschluss der Hinrunde kassierten die Salmtaler die dritte Niederlage im vierten Duell mit einem Konkurrenten im Abstiegskampf.

Und sie waren dabei gewiss nicht vom Glück begünstigt. In der 70. Minute erzielte Michael Blang nicht nur nach Ansicht der Dörbacher den Ausgleich, doch dem Treffer wurde die Anerkennung versagt. „Die Unparteiischen konnten es wohl nicht sehen“, gaben beide Trainer zu, aber Gästecoach Jörg Bach gab eine Aussage seines Torwarts Christoph Braun wieder, der die Aktion mit „er war eher hinter der Linie, als davor“ kommentiert hatte. Wie dem auch sei – das Glück muss man eben manchmal auch erzwingen. Und dieser Wille war bei den Hausherren vor dem Seitenwechsel nicht zu verspüren. Mit einer Ausnahme: Mike Gaugler. Nicht von ungefähr brachte der Mittelfeldakteur die Gastgeber nach einer Kombination über Matthias Wey und Jan Diederichs aus 18 m in Führung. Die Moselaner hatten in der Folge aber kein Problem, die Partie zu kippen. Und Dörbach half mit. Ingo Berg und Marc Mees stellten noch vor der Pause die Weichen auf Sieg. Eric Wolff und Schlussmann Carsten Thiel sahen nicht gut aus. In der zweiten Halbzeit drückten die Hausherren – aber es war ein Spiegelbild der versuchten Aufholjagden der letzten Wochen. Kämpferisch gaben sie alles, konnten die spielerischen Defizite damit aber nicht kaschieren.

SV Dörbach: Thiel – Krebs, Schröder (46. J. Hilgers), Thies, Schmölter – M. Wey, J. Wey, Wolff, Gaugler – Diederichs (76. Born), Blang
SG Zell: Braun – Göttert (70. Muders), Bausen, Miedreich, Ahlert – I. Berg, Mees, Önüt, Akin, Schmitz – J. Wieber (55. Feiden)
Tore: 1:0 (20.) Gaugler, 1:1 (32.) I. Berg, 1:2 (39.) Mees
Schiedsrichter: Schlösser (Mürlenbach) – Zuschauer: 180

FC Karbach – SV Morbach 1:2 (0:0)
„Auf dem schlimmsten Acker, den ich je gesehen habe“ (Morbachs Coach Sascha Meeth), schafften die Hunsrücker nach sechs Spielen ohne Sieg die Wende. „Vielleicht kam uns der Untergrund sogar entgegen“, mutmaßte Meeth, „weil von Anfang an klar war, mit spielerischen Mitteln nichts zu holen war.“ Und so nahm seine Elf, die häufig in den jüngeren Vergangenheit spielerisch überzeugt hatte, aber erfolglos geblieben war, den Kampf an. „Wir waren 80 Minuten die bessere Mannschaft und haben fast alle Zweikämpfe gewonnen“, resümierte der Coach. Nachdem die Gäste schon im ersten Abschnitt gute Möglichkeiten vergeben hatten, konnten sie nach gut einer Stunde endlich jubeln, als Patrick Dres einen Konter aus 14 m zum 1:0 abschloss. Und von diesem Schock hatte sich Karbach noch nicht erholt, da schlug es zum zweiten Mal ein. Michael Fleck schloss ein Solo von der Mittellinie aus sicher mit dem 2:0 ab. Den Hausherren gelang nach einer Ecke lediglich noch der Anschluss durch Tobias Schinnen.

SV Morbach: Rauls – Petry, Thieser, Guidoume, Sagel – Hennen, M. Fleck, Tintor, Dres – M. Fleck (80. A. Kappes), Rosner
Tore: 0:1 (63.) Dres, 0:2 (66.) M. Fleck, 1:2 (79.) Schinnen
Schiedsrichter: Brück (Geichlingen) – Zuschauer: 150

Eintracht Trier II – TuS Montabaur 3:0 (2:0)
Ungefährdet, souverän und deutlich – so setzte sich Eintracht Trier II gegen die Gäste durch. Krempchen und Bauer (6. und 30.) sorgten für die beruhigende Führung der Trierer, die Spiel und Gegner jederzeit kontrollierten. Montabaur hatte in den gesamten 90 Minuten keine echte Chance. Erneut Bauer, der wie beim 2:0 herrlich vom bärenstarken Kempny freigespielt wurde, erhöhte auf 3:0 (69.). „Aus einer starken Defensive heraus haben wir eine gute Leistung gezeigt“, meinte Betreuer Hans Löber: „Nun sind wir Verfolger Nummer eins von Spitzenreiter Bad Breisig.“

Eintracht Trier: Schneider – Orth, Mohsmann, Kühne, ´Fuhs, Krempchen (75. Makiadi), Kempny, Bidon, Zoder, Braddasch (80. Herres), Bauer (71. Ting)
Tore: 1:0 (6.) Krempchen, 2:0 (30.) Bauer, 3:0 (69.) Bauer
Schiedsrichter: Genn (Wehr), Zuschauer: 100

SV Mehring – SG Badem/Kyllburg/Gindorf 2:2 (2:0)
„Wir haben zwei Punkte absolut leichtsinnig verschenkt“, ärgerte sich Mehrings Betreuer Herbert Scholtes. Die Moselaner hatten die Partie über 90 Minuten dominiert, vergaßen aber nach dem 2:0, den „Sack zuzumachen“. Die Hausherren hatten schnell für klare Verhältnisse gesorgt. „Wir waren vor der Pause grottenschlecht, dann hat es in der Kabine gerappelt“, beschreibt Badems Trainer Wolfgang Neumann die Gründe für die Aufholjagd. Zwischen der 67. und 79. Minute glichen die Eifeler durch Leinen und Berscheid aus, obwohl die Mehringer weiterhin die besseren Chancen hatten, diese aber reihenweise ausließen. Zu allem Überfluss scheiterte der eingewechselte Sascha Fuhr in der Schlussminute mit einem Foulelfmeter noch an Badems Torwart Fries. „So ist Fußball. Wir können uns über diesen Punkt wahrlich nicht beklagen“, sagte Neumann.

SV Mehring: Witt - Schlag, Werhan (32. Schuh), Kohl (84. Fuhr) - Schwarz, Förg, N. Wagner, Mai, Weber (40. Weinberg) - S. Wagner, Thömmes
SG Badem: Freis - Gerten, Haubricht (46. Leinen), J. Schmitt - Berscheid, S. Berg, C. Esch, O. Adams (76. Diesch) – Valerius, Heinz, J. Kolling (87. T. Löw)
Tore: 1:0 (13.) S. Wagner, 2:0 (20.) Mai (Handelfmeter), 2:1 (67.) Leinen, 2:2 (79.) Berscheid
Schiedsrichter: Zimmer(Wittlich) - Zuschauer: 220 – Bes. Vorkommnis: Freis hält Foulelfmeter von Fuhr (90.)

Souveräner Herbstmeister
Von Björn Pazen
Es ist Halbzeit in der Rheinlandliga, und dank des deutlichen Erfolgs im Spitzenspiel gegen Lahnstein hat Bad Breisig seine Tabellenführung ausgebaut. Wer soll den Herbstmeister stoppen? Diese Rolle hat sich Eintracht Trier auf die Fahnen geschrieben. Aber beim SVE ist man realistisch genug, sich nur dann eine Chance auszurechnen, wenn die Rheinländer noch vor der Winterpause das ein oder andere Mal stolpern. Tritt Bad Breisig weiter so souverän auf, könnte die Titelfrage schon im Frühjahr geklärt sein. Was den Abstiegskampf betrifft, müssen alle Teams ab dem Tabellenzehnten Zell aufpassen, dass sie nicht noch vor der Winterpause absacken. Bitter ist die Situation für die Dörbacher, die so sehr auf den Befreiungsschlag gegen Zell gehofft hatten, aber am Ende wieder ohne Punkte das Feld verließen. Auch gegen Engers sieht es am Sonntag nicht nach einem Erfolg aus.