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Fußball: Rückkehr nach Nusbaum

Fußball: Rückkehr nach Nusbaum

Vor wenigen Wochen hat sich still und leise ein Wechsel auf der sportlichen Kommandobrücke beim A-Ligisten SG Nusbaum vollzogen (der TV berichtete). Frank Hack aus Plütscheid hat den Tabellenvierten von Norbert Mohr übernommen.

Nusbaum/Geichlingen/Plütscheid. Norbert Mohr galt als integrer, aufgeschlossener und fachkompetenter Trainer, hatte vor zweieinhalb Jahren das Ruder beim damaligen B-Ligisten übernommen. Nach dem Aufstieg in die A-Klasse wuchsen mit den "Rückrufaktionen" gestandener Bezirksligaspieler die Begehrlichkeiten. Marc und Christof Schons sowie Mark Weber wurden aus Ralingen zurückgeholt. Im ersten A-Liga-Jahr nach guter Hinrunde auf Platz neun durchgereicht, hatte sich die SG vorgenommen, den Bezirksligaaufstieg zu thematisieren. Doch nach erneut vielen unnötigen Punktverlusten musste vor Weihnachten der Aufstieg zu den Akten gelegt werden.
Norbert Mohr, der akribische und feinfühlige Arbeiter mit dem Trainertaktstock, hatte den Vorstand bereits im Januar gebeten, im Sommer einen Nachfolger zu suchen. Als Mohr dann aus privaten Gründen schon frühzeitig kürzertreten musste, war Handlungsbedarf angesagt. Marc Schons und Mark Weber sollten, bis eine Interimslösung gefunden worden wäre, das Team übernehmen.
Doch der ehemalige Lambertsberger Aufstiegscoach Frank Hack war noch vor seinem eigentlich geplanten Amtsantritt im Sommer bereit, die Geschicke des taumelnden Clubs in die Hand zu nehmen. Hack hatte die SG Lambertsberg 2009 zum Bezirksligaaufstieg geführt und schaffte nach halbjähriger Abstinenz ein Jahr später zum Schluss den Klassenerhalt. "Lambertsberg war eine sehr schöne Zeit mit den Aufstiegen und dem Klassenerhalt", sagt der in Plütscheid lebende Trainer, der vor seinem Engagement in der Westeifel zwei Jahre den B-Ligisten SG Koosbüsch trainierte. Als Spieler erlebte er den Bezirksligaaufstieg mit Lambertsberg mit und war unter Günter Bretz zuvor drei Spielzeiten Mitglied des erfolgreichen Landesligaclubs in Großkampen.
Jugend als Erfolgsgrundlage


"Ich will mittelfristig hier etwas bewegen. Mit der guten Jugendarbeit als Grundlage können wir in ein, zwei Jahren die Bezirksliga stemmen. Doch das wird schon im nächsten Jahr schwierig, wenn einige Bezirksligisten nach unten kommen. Wir werden jedoch jetzt schon die Basis für die kommende Saison legen", so Hack, der in diesem Jahr zumindest einen Platz zwischen drei und fünf auf dem Wunschzettel hat.
Mit der Rückkehr der noch verletzten Stammspieler Markus Kolf, Shpend Hajredini und Christof Schons stünde diesem Wunsch wohl kaum etwas im Wege. L.S.