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Fußballer der SG Detzem kämpfen um den Ligaverbleib

Kreisliga A Trier-Saarburg : Routiniers bringen Ruhe rein

Kreisliga A: Tabellenvorletzter SG Detzem hat sich in der Pause verstärkt und hofft wieder.

Auf der Suche nach neuen Kräften ist die SG Detzem/Pölich-Schleich in der Winterpause fündig geworden. Denn mit vier Zugängen hat sich der Tabellenvorletzte der A-Liga personell in Position gebracht.

Die Zuversicht ist beim Aufsteiger zurückgekehrt. Grund sind drei gute Testspiele (4:2 gegen die SG Klausen, 2:1 über die SG Pellingen, 3:2 gegen die SG Thalfang) und das neue Quartett. Trainer Görres, erst im Sommer vom Ligakonkurrenten SG Kordel/Welschbillig gekommen – sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir haben auf dem Kunstrasen in Schweich-Issel und auch in der Soccerhalle in Kenn eine gute Vorbereitung absolviert. Wir wollten den Spaßfaktor bewusst hochhalten und haben auch viel miteinander gesprochen. Wir werden in den anstehenden Spielen hart arbeiten und nie aufgeben.“ Görres weiß um die Bedeutung der ersten Spiele. „Mit der DJK St. Matthias, Zewen und Schweich kommen drei Spiele gegen direkte Konkurrenten, bei denen wir punkten müssen – und das am liebsten dreifach.“

Trotz des noch immer sieben Punkte zählenden Rückstands ist in der Spielgemeinschaft keine Unruhe entstanden, wie Görres betont: „Wir wussten, dass es schwer werden würde, den Umbruch zu meistern und den Klassenerhalt zu stemmen. Die Abgänge um Gustav Schulz kann man nicht ohne weiteres kompensieren.“

Zwei der vier Neuen im Team haben den Status eines Routiniers. Matthias Micheln, mit jetzt 35 Jahren schon im gesetzten Fußballeralter, kehrt von SV Leiwen-Köwerich II zurück. „Er war hier früher Kapitän und ist vom Typ her ein überragender Spieler. Er bringt Ruhe rein und passt auch menschlich in die Truppe. Mätti ist routiniert, hat fast alle Trainingseinheiten mitgemacht und steht voll im Saft“, lobt Görres.

Ein weiterer Oldie ist Torwart Patrick Graf, der vom SV Hetzerath kommt. Der 42-Jährige schließt die Lücke des nach Freiburg abgewanderten Joshua Hülsmann sowie des nach einer Hand-Operation noch nicht wieder einsatzfähigen Michael Heib. Zuletzt stand Harald Huberty im Kasten. „Patrick Graf hat eine tolle Veranlagung als Torwart, ist trotz der 42 Jahre noch sehr willig und mit viel Spaß dabei. Er hat viele Freunde in Pölich und ist vom Charakter her ein super Typ“, hat der Coach beobachtet.

Eine Verstärkung für die in der Hinrunde zu durchlässige Abwehr ist Moritz Wagner. Der 20-jährige Defensivallrounder kam auch aus Leiwen und hat bereits Bezirksligaerfahrung gesammelt. „Das ist ein junger Bursche und kann von der Sechs bis hin zum Innenverteidiger alles spielen. Er ist zudem sehr trainingsfleißig, und als Pölicher Junger werden wir hoffentlich noch viel Spaß an ihm haben“, sagt Görres.

Ein völlig unbeschriebenes Blatt ist Valentin-Vialli Gheorghita. Der Angreifer mit rumänischen Wurzeln arbeitet in Trier und lebt momentan in Riol. „Er hat sehr gute Anlagen, und ich hoffe, dass er uns im Angriff direkt weiterhelfen kann.“

Derzeit (noch) kein Thema ist Hans Schulz. Der kleine Bruder des zum FC Una Strassen in die Luxemburger BGL-Ligue abgewanderten Ex-Spielertrainers Gustav Schulz ist noch immer mit dem Hausbau beschäftigt. „Will Hanni zurückkommen, muss auch er sich trotz seiner Qualitäten im Training quälen und Trainingspräsenz zeigen.“

Aktuell hat Coach Görres bis auf den noch etwa vier Wochen ausfallenden Keeper Heib alle Mann an Bord.