Fußballregeln: Nothand

Zu unserem Artikel über die Nothand-Regelung im Fußball (TV vom 23. Oktober) und den Lesermeinungen (TV vom 26. Oktober) folgende Zuschrift:

Markus Kohl, Vorsitzender der Kreisspruchkammer Trier-Saarburg, ordnet die "Nothand" den Unsportlichkeiten zu und spricht von einem Strafrahmen von einer Woche bis zwölf Monaten, obwohl er weiß, dass - abhängig vom Elfmeterschuss - bei Nothand immer ein oder zwei Spiele Sperre verhängt werden, wie der FVR es bestätigt hat. Diese Strafzumessung war vielen unbekannt. Wollten die Spruchkammern dies geheim halten? Jetzt, wo es alle wissen, werden vermutlich mehr Unsportlichkeiten zu ahnden sein. Dazu zwei Beispiele: Bei deutlicher Führung der Mannschaft A verhindert ein A-Spieler durch Nothand ein Tor des Gegners. Torwart A macht keinen Abwehrversuch, denn er weiß: Dieses Spiel ist nicht mehr zu verlieren der "Täter" bekommt nur ein Spiel Sperre - unsportlich! Oder: Gleiche Situation. Der Elfmeterschütze der Mannschaft B überlegt: "Gewinnen können wir nicht mehr, aber wenn ich vorbeischieße, ist der starke Spieler von A zwei Spiele gesperrt. Das könnte uns in der Tabelle nach vorn bringen." Der Schütze von B schießt absichtlich vorbei - unsportlich! Beide Unsportlichkeiten werden durch Sperrregeln des FVR provoziert. Wenn dies durch Fifa und/oder DFB vorgegeben wird, ist es höchste Zeit, die Rebellion aus der Kreisliga zu starten! Bernd Reinhart, Ehrenvorsitzender des SV Ruwer

Mehr von Volksfreund