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Geistertickets: Darum verkauft die Eintracht Trier keine

Fußball : Geistertickets: Darum verkauft die Eintracht keine

Allzu gerne würden sie sich auch bei Eintracht Trier wieder aufs Sportliche konzentrieren, sind aber durch die Corona-Pandemie zum Ausharren gezwungen. Während sich die Spieler des Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligisten aktuell individuell fit halten, sind die Verantwortlichen weiter dabei, Anträge auf Kurzarbeit für fünf bis sechs Mitarbeiter (Spieler, Trainer und Geschäftsstellenpersonal) vorzubereiten.

Viele andere könnten gar nicht unter die Kurzarbeiterregelung fallen, weil sie etwa den Status eines Minijobbers hätten oder sich als Student über den Fußball etwas dazuverdienen würden, so Eintracht-Vorstandssprecher Alfons Jochem. Auch er hofft sehr, „dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird“ – und dann mit Zuschauern. Geisterspiele würden auch den SVE in wirtschaftliche Bredouille bringen: „Wir müssten dann die Spieler normal bezahlen, hätten aber keine Einnahmen.“

Generell sieht er die Eintracht in der Krise gut aufgestellt. Man habe in der Vergangenheit „vernünftig gearbeitet“, der Verein stehe auf finanziell soliden Füßen. Deshalb habe die Eintracht auch nicht wie einige andere Clubs Spendenaktionen ins Leben gerufen und etwa virtuelle Eintrittskarten („Geistertickets“) verkauft. 14 Spielerverträge laufen über die aktuelle Saison hinaus – auch von daher sieht Jochem derzeit keinen Grund zu großer Beunruhigung.