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Gewalt bei Fußballspiel: Dreimonatiges Spielverbot für den SV Trier-West-Euren

Gewalt bei Fußballspiel: Dreimonatiges Spielverbot für den SV Trier-West-Euren

Die beiden Fußball-Herrenteams des SV Trier-West-Euren dürfen drei Monate lang nicht am Spielbetrieb teilnehmen. So lautet der Kern des Urteils, das die Spruchkammer des Fußball-Kreises Trier-Saarburg am Montagabend nach einer mehr als einstündigen Verhandlung in der Europäischen Sportakademie gefällt hat.

Hintergrund ist der Abbruch der B-Liga-Partie zwischen der ersten Mannschaft des SV und der SG Saarburg/Serrig am 26. August. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt .

Begründet wird das Strafmaß vor allem damit, dass die Trier-Wester nach Ansicht der Kammer derzeit nicht in der Lage sind, bei Fußballspielen auf dem eigenen Platz für ausreichende Sicherheit zu sorgen.
Die Partien in den nächsten drei Monaten bis zum 26. November werden automatisch mit drei Punkten für die Gegner gewertet. Von dieser Regelung profitiert jeder Ligakonkurrent genau ein Mal.

Zusätzlich zum Spielverbot muss der Verein 800 Euro Geldstrafe zahlen. Die nicht zu Ende gespielte B-Liga-Partie wird mit 4:0 für die SG Saarburg/Serrig gewertet. So lautete das Ergebnis beim Abbruch nach 65 Minuten.
Der Trier-Wester Spieler, der einem Saarburger Akteur von hinten in die Genitalien getreten und damit die Tumulte auf dem Platz ausgelöst hatte, wird für zwei Jahre gesperrt. Der SV-Spieler, der in dieser Partie nach zehn Minuten für eine Tätlichkeit Rot gesehen hatte, muss eine dreimonatige Sperre absitzen.

Darüber hinaus muss der SV Trier-West-Euren weitere 200 Euro Strafe zahlen, weil es auch im Spiel seiner zweiten Mannschaft in der D-Liga Trier am 26. August gegen den VfL Trier II laut Spruchkammer zu Fehlverhalten der Zuschauer gekommen war.

Die Trier-Wester können binnen sieben Tagen Berufung einlegen.