Harry holt den Hammer raus

Die SG Ehrang/Pfalzel gewinnt durch zwei Tore von Harald Thömmes gegen die SG Geisfeld mit 2:1. Die Hochwälder haderten indes mit dem Schiedsrichter.

Trier-Pfalzel. Die SG Ehrang/Pfalzel bleibt nach dem 2:1-Heimsieg weiterhin im Verfolgerfeld in der Kreisliga A. Doch zu Beginn der Partie gegen die SG Geisfeld sah es nicht so aus, als würde sich Ehrang als Verfolger bewerben. Erste zaghafte Versuche beider Teams, in den Strafraum des Gegners zu gelangen, scheiterten an den zu schnell abgeschlossenen Kombinationen. Die SG Geisfeld übernahm nach knapp 15 Minuten das Spielgeschehen. In dieser Phase gelang den Gästen aus Geisfeld auch die 1:0-Führung: Während die komplette Ehranger Defensive nach einem Freistoß auf den Abseitspfiff wartete, schob Matthias Loois seelenruhig zur Gästeführung ein (17.). Ehrang war nun etwas von der Rolle, selbst Akivposten Frank Thömmes versemmelte zwei Freistöße in Strafraumnähe. Das Spiel nahm nun an Fahrt auf und wurde zunehmend ruppiger. Kurz vor der Pause legte Rudi Thömmes den Ball von der Grundlinie auf seinen Bruder Harald Thömmes zurück, und dieser schob den Ball an Freund und Feind vorbei zum 1:1-Ausgleichstreffer (41.) ein. Da sich ein Ehranger Spieler in der Nähe des Torwarts aufhielt und ihn aktiv behinderte, monierten die Gäste eine strafbare Abseitsstellung. "Der Ehranger Spieler behinderte ganz klar unseren Torwart. Wenn das kein Abseits war, dann weiß ich es auch nicht", ärgerte sich Geisfelds Coach Reiner Knippel. Nach dem Seitenwechsel tat sich nicht mehr viel im Spielaufbau beider Mannschaften. Geisfeld hatte noch die beste Chance, als Sebastian Litsch einen Nachschuss nicht im Tor unterbringen konnte (75.). Als sich alle Beteiligten auf ein 1:1 einstellten, nutzte Frank Thömmes die Schläfrigkeit in der Geisfelder Defensive und legte den Ball quer auf seinen Bruder Harald, der den Ball in den langen Torecken zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer legte (88.). Sven Gaspers hatte vergeblich auf den Pfiff des Schiedsrichters gewartet, da der Ball im Toraus gewesen sein soll, ließ sich aber von Frank Thömmes das Leder im eigenen Strafraum abholen. "Dieses Gegentor darf nicht passieren, da müssen wir den Ball ins Seitenaus schießen, wenn der Schiedsrichter nicht pfeift", so Knippel. "Ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen, aber wir haben das Glück auf unserer Seite gehabt. Für uns war es letztendlich verdient, weil wir in den vergangenen Wochen Gas gegeben haben", sagte Frank Thömmes, Trainer der SG Ehrang. "Der Ball war aber im Toraus", gab Thömmes zum Schluss zu.SG Ehrang/Pfalzel: Gerten - Lauterbach, Dierkes, Barrat, Thömmes H., Huwer (56. Wolff), Roth, Thömmes R., Ripp, Mehmeti (76. Klein), Thömmes F (45. /+2 Macat)SG Geisfeld: Fetzer - Breit S., Breit St., Gaspers J., Gaspers S., Lochen, Großmann, Litsch, Loois, Biwer (57. Gierend), KollingTor: 0:1 Matthias Loois (17.), 1:1 Harald Thömmes (41.), 2:1 Harald Thömmes (88.)Z: 100 — SR: Christian Dahm (Idesheim)

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