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Heinz Toppmöller übernimmt Trier-Tarforst

Heinz Toppmöller (hier 2003 beim SV Morbach) wird neuer Coach in Tarforst. TV-Foto: Archiv/Willy Speicher
Heinz Toppmöller (hier 2003 beim SV Morbach) wird neuer Coach in Tarforst. TV-Foto: Archiv/Willy Speicher
Trier. Obwohl es ein packendes Lokalderby in der Fußball-Rheinlandliga war, wurde während der Partie zwischen dem FSV Trier-Tarforst und dem TuS Mosella Schweich mindestens so viel über das Spiel, wie über die Lösung der Trainerfrage diskutiert.

Trier. Als der Schlusspfiff nach der 2:3 (0:2)-Niederlage der Hausherren ertönt war, wurde das Geheimnis gelüftet. Vorerst bis zum Ende der Saison wird Heinz Toppmöller als Trainer der Trierer fungieren, Assistent bleibt Michael Fuchs.
Die Suche hatte länger gedauert als erwartet. Wie berichtet hatte Dirk Fengler nach dem vierten Spieltag seinen Rücktritt als Trainer des FSV Tarforst erklärt, Fuchs bis zum vergangenen Freitag als Interimscoach fungiert. "Wir haben den Trainer bekommen, den wir wollten", sagte der Vorsitzende Werner Gorges, und Fußball-Abteilungsleiter Manfred Kühne fügte hinzu: "Michael Fuchs hat gute Arbeit geleistet, wir hätten ihn behalten, wenn er gewollt hätte." So waren am Ende des Abends alle Tarforster mit der Personalie Toppmöller zufrieden.
Dessen Vertrag wurde per Handschlag besiegelt. Wie der Verein bekanntgab, bis zum Ende der Saison. Toppmöller war auch selbst vor Ort. Der 61-jährige Bruder von Klaus Toppmöller ist ein erfahrener Coach - seine letzte Trainertätigkeit übte er seit Februar 2006 bei der U-19-Nationalmannschaft von Georgien aus, zuvor war er in der Region unter anderem Trainer beim SV Leiwen-Köwerich und beim SV Morbach.
"Ich habe viele gute Ansätze gesehen", sagte Toppmöller nach dem FSV-Spiel, "und weiß auch, dass wichtige Spieler fehlen. Was mir nicht gefallen hat, war das Umschalten von Angriff auf Abwehr und umgekehrt. Und mir wurde zuviel mit hohen, langen Bällen operiert."
Wie man eine Abwehr (Fuchs: "Wir wollten hinten erst einmal kein Risiko eingehen") aus den Angeln hebt, zeigten die Gäste in der Anfangsphase exemplarisch. Ein ums andere Mal wurde die Viererkette klassisch ausgespielt. Und es ging immer über links, wo der FSV dem überragenden Tobias Rohr nichts entgegen setzen konnte. Ein ums andere Mal kam Schweich in den Rücken der Abwehr, spielte dann quer oder zurück und hatte dann leichtes Spiel die Treffer zu erzielen. Mit dem 0:2 waren die Gastgeber noch gut bedient, die erst nach 30 Minuten ein Gleichgewicht schafften. Nach dem Wechsel halfen die Brechstange und katatastrophale Schweicher Abwehrfehler auf dem Weg zum Ausgleich. Aber die Mosella befreite sich nochmals. Zunächst traf Sebastian Schäfer, der mit Stefan Schleimer ein agiles Sturmduo bildete, mit einem Heber die Oberkante der Latte (70.), dann spielte die beiden Youngster die Tarforster Abwehr aus, Schleimer hatte keine Mühe, das Zuspiel von Schäfer zum Siegtreffer zu verwandeln.
Gästecoach Hans Schneider: "Wir haben strukturierter gespielt als unser Gegner und nehmen deshalb zurecht drei Punkte mit." wir

David Schmitz (FSV Trier-Tarforst, links) gewinnt das Kopfballduell gegen Tobias Rohr (TuS Schweich, dahinter). Im Hintergrund: Florian Pelzer (Schweich) und Thorsten Oberhausen (Tarforst). TV-Foto: Hans Krämer
David Schmitz (FSV Trier-Tarforst, links) gewinnt das Kopfballduell gegen Tobias Rohr (TuS Schweich, dahinter). Im Hintergrund: Florian Pelzer (Schweich) und Thorsten Oberhausen (Tarforst). TV-Foto: Hans Krämer