Hoffen und Bangen

In Bezug auf den Fußball-Wettskandal in Europa wird derzeit viel spekuliert. Etwa darüber, ob Spiele und Spieler des VfL Osnabrück in den Betrug involviert sind. Ex-VfL-Spieler Andreas Schäfer aus Strohn (Kreis Vulkaneifel) bezieht im TV Stellung.

Strohn/Karlsruhe. (bl) Sportlich läuft es für Abwehrspieler An dreas Schäfer und seinen aktuellen Club Karlsruher SC derzeit nicht gut. 1:2 in Rostock verloren, in der zweiten Liga droht der Abstiegskampf. Nun wird der 26-Jährige in unangenehmer Weise auch noch mit der Vergangenheit konfrontiert. Wie seine Ex-Mitspieler wird er dieser Tage gefragt: Ist etwas dran an den Vorwürfen, der VfL Osnabrück sei in den Fußball-Wettskandal verwickelt? "Ich hoffe und wünsche mir, dass dem nicht so ist", sagt Schäfer, zwischen Sommer 2004 und Sommer 2009 Spieler bei den Lila-Weißen.

Konkret sollen die beiden Zweitliga-Partien des VfL in Augsburg (0:3) und Nürnberg (0:2) in der Endphase der Saison 2008/09 verschoben worden sein. Schäfer stand in beiden Partien jeweils 90 Minuten auf dem Platz. "In Augsburg war die komplette Mannschaft schlecht. Eine Manipulation kann ich mir nicht vorstellen. Und in Nürnberg haben wir eigentlich unser bestes Auswärtsspiel gemacht. Wir waren dort in vielen Phasen am Drücker."

Gegen drei Spieler werden Bestechungsvorwürfe formuliert - Schäfer zählt nicht dazu. Zu einem aus dem Trio, Thomas Reichenberger, hat der Eifeler einen guten Draht. "Ich habe mit ihm telefoniert. Es ist für ihn ein Schock und brutal, dass sein Name in der Öffentlichkeit kursiert."

Schäfer wettet nach eigener Aussage nicht. "Mir gibt das nichts, ich lasse davon komplett die Finger." Dass zwei oder drei Spieler eine Partie in die gewünschte Richtung lenken können, glaubt er indes nicht. Doch Illusionen gibt er sich nicht hin: "Vielleicht bin ich aber auch zu naiv, um das zu glauben."