Im Tabellenkeller brennt noch Licht

Im Tabellenkeller brennt noch Licht

Nach vier Niederlagen in Serie ist Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf angekommen. Im Gastspiel beim SC Freiburg geht es für die Lauterer am Samstag (15.30 Uhr) darum, endlich wieder Zählbares mitzunehmen.

Kaiserslautern. (red) Fünf seiner acht Bundesligaspiele hat der 1. FC Kaiserslautern verloren. So richtig schlecht war die Mannschaft von Trainer Marco Kurz in den Spielen, in denen die "Roten Teufel" am Ende als Verlierer da standen, nur in einer Partie - beim 0:5 in Dortmund. "Wir haben gezeigt, dass wir in der Bundesliga angekommen sind". Trainer Marco Kurz und Kapitän Martin Amedick sagen dies beide im Brustton der Überzeugung. Immer wieder, auch nach den jüngsten Wochen, in denen es immer wieder (unnötige) Niederlagen hagelte.

"Wir haben es uns auch ein Stück weit selbst schwergemacht", weiß der Erfolgstrainer und findet als Grund für die Punktemisere eine "Mischung aus Pech, Unvermögen und vermeidbaren individuellen Fehlern". Dass sie es können, im Kreis der Besten mitzuspielen, haben sie in den bisherigen acht Saisonspielen gezeigt. Nur: Außer zwei Siegen in Köln und gegen die Bayern sowie einem Punkt gegen 1899 Hoffenheim blieben die oft dominanten Auftritte ungekrönt, weil ohne Belohnung in Form von Punkten.

Dass der unerschütterliche Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit in naher Zukunft auch durch Erfolge auf dem Platz bestätigt werden wird, glaubt vor allem einer, und er hat es jetzt auch öffentlich dokumentiert: Kapitän Martin Amedick setzte vor der Partie bei den Badenern ein deutliches Zeichen des ungebrochenen Selbstvertrauens. Der 28-Jährige, seit drei Jahren in Diensten der Pfälzer, hat in dieser Woche seinen auslaufenden Vertrag bis Juni 2014 mit Option auf ein weiteres Jahr verlängert. "Dieser Schritt zeigt, dass ich Vertrauen in die Mannschaft habe, in die Menschen, die dort arbeiten und in die Strukturen des Vereins." Der Kontrakt gilt für beide Seiten und auch für beide Ligen. Doch dass die "Roten Teufel" nach vierjähriger Abwesenheit nur ein Jahr zu Besuch im Oberhaus sein könnten, daran verschwendet der ehemalige Dortmunder keinen Gedanken. "Darüber will ich gar nicht nachdenken. Auch weil meine Frau und ich uns in der Pfalz sehr wohl fühlen, fiel mir diese Entscheidung nicht schwer." FCK-Chef Stefan Kuntz nannte die Bereitschaft seines Kapitäns zur Verlängerung seines Arbeitspapiers "ein sensationelles Zeichen in einer schwierigen Situation".

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