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Kampf gegen die Auswärtsschwäche

Kampf gegen die Auswärtsschwäche

Einmal hui, einmal pfui! Auch nach sieben Spieltagen gelingt es der SG Wincheringen nicht, ihre Auswärtsschwäche abzubauen. Mit den heimischen Spielern und den Neuzugängen als Verstärkung blickt Trainer Lideo Alves Silva aber zuversichtlich nach vorn und rechnet mit einem Platz im oberen Ligadrittel.

Wincheringen. "Was zu Hause gelingt, geht auswärts in die Hose." Trainer Lideo Alves Silva versteht es nicht: In den Heimspielen weist seine Mannschaft mit vier Siegen und nur drei Gegentoren die beste Bilanz der Liga auf. Auswärts hat die SG Wincheringen aber mit drei Niederlagen bisher kläglich versagt. "Liegt es am fehlenden Publikum, das zu Hause unser zwölfter Mann auf dem Platz ist? Ist die Mannschaft zu ängstlich, der Druck zu groß? Die Patentlösung hat Silva noch nicht gefunden.

Auch was die Aufstellung angeht, gäbe es an den unterschiedlichen Spielorten kaum Veränderungen. "Schließlich hat die Mannschaft, die in den Heimspielen punktet, auch einen Vertrauensvorschuss", gibt der Fußballtrainer zu verstehen. Ein Manko sieht er allerdings noch in der Abwehr, wo es ihm zuweilen an Abgeklärtheit und Cleverness fehlt. Seine Offensive ist hingegen sehr gut aufgestellt. Hier hat sich seine Mannschaft mit den Gebrüdern Maxharraj und Afrim Rexhepi (alle ETuS Konz) sowie Manuel Kugel deutlich verstärkt. "Wenn es uns jetzt noch gelingt, die Lücken in der Abwehr zu schließen, werden wir in der Liga ganz oben mitspielen", formuliert Silva sein persönliches Ziel. Die Rückendeckung der drei Vereine ist dem engagierten Coach gewiss. "Das Ergebnis der letzten drei Jahre kann sich sehen lassen. Die Vereine sind zu einer Einheit zusammen gewachsen. Auf dieser Basis lässt sich gut aufbauen", sagt Silva, und dankt zugleich dem Betreuer Alexander Frank, der guten Seele im Verein.

Zuverlässiger Ersatz für verletzten Stammtorwart



Verletzungsbedingt fehlt ihm zurzeit noch Stammtorwart Mark Weber. Youngster Nico Altenhofen (20 Jahre alt) lässt aber keine Zweifel an einem guten Ersatz aufkommen. Die Integration der Neuen sei tadellos gelungen, und die Kameradschaft bestens. Für den Trainer des Tabellenvierten wäre in dieser Spielzeit ein Platz im oberen Drittel bereits ein Erfolg. Im Pokal ist seine Mannschaft eine Runde weiter. Für den 43-jährigen ein Zusatzbonus, den er gerne mitnimmt, wobei sein Schwerpunkt auf der Meisterschaftsrunde liegt.

Als gebürtiger Portugiese kam er mit seiner Familie im Alter von neun Jahren nach Trier-Zewen. Heute wohnt er mit seiner Ehefrau Claudia und den beiden Kindern Alexander und Enrique in Könen. Dem Fußball ist er seit seiner Kindheit verbunden. Längst ist sein Hobby auch schon auf den Nachwuchs übergegangen. Alexander (16 Jahre alt) spielt zurzeit in der A-Jugend des SV Wasserliesch, der jüngste Sohn (10 Jahre alt) geht beim FC Könen erfolgreich auf Torejagd. Stürmer sind sie beide, wie der Vater in seinen erfolgreichen Fußballjahren bei Eintracht Trier, TuS Kröv, dem FSV Salmrohr, mit dem er Deutscher Amateurmeister wurde und den acht Jahren beim CS Grevenmacher, in denen er zweimal den Pokalsieg mitfeiern durfte. Mit 34 Jahren legte er dann den Schwerpunkt mehr aufs berufliche Weiterkommen. Heute macht dem Außendienstmitarbeiter der Firma Ecolab seine neue Aufgabe als Fußballtrainer sichtlich Spaß, es bleibt mehr Zeit für die Familie, und als spätberufener Biker und Softrocker gönnt er sich hin und wieder auch mal einen Ausflug mit seiner aufgemotzten Honda 750.