Kampf um den versöhnlichen Jahresabschluss

Kampf um den versöhnlichen Jahresabschluss

Das Fußballjahr in den regionalen Ligen neigt sich dem Ende zu. In der Kreisliga B II steigt am Samstagabend (20 Uhr) unter Flutlicht ein für beide Vereine wegweisendes Kellerduell zwischen dem Stahler SC und der Reserve der SG Arzfeld.

Stahl. Dass die Saison nicht perfekt verlaufen ist, wenn eine Mannschaft kurz vor Weihnachten im Abstiegskampf steckt, ist verständlich. So auch im Fall des SC Stahl und der SG Arzfeld II, die derzeit Rang zwölf und 13 in der Kreisliga B II einnehmen. Zum Jahresende treffen beide Kontrahenten direkt aufeinander. Beim Gastgeber in Stahl ist man langsam in die prekäre Situation gerutscht. Trainer Joachim Kloweit: "Wir hatten einige schmerzhafte Abgänge kurz vor Beginn der Saison zu verzeichnen." Marco Port ging zum SV Oberweis, mit Marco Giacobbe, Mark Hemmler und Bujamin Fetai gleich drei Leistungsträger zum FC Bitburg. "Dazu kommen einige verletzte Spieler wie Maid Fetai, der noch immer nicht ins Training eingreifen kann", versucht Kloweit die Situation zu erklären. "Doch wir brauchen keinen Hehl daraus zu machen, dass einige Spieler unter ihren Möglichkeiten geblieben sind."
Als sich der Erfolg nicht richtig einzustellen schien, kam auch noch das Glück abhanden. "In Spielen wie gegen Koosbüsch, Walsdorf oder Mettendorf haben wir Punkte in den letzten Minuten verspielt. Das hätte nicht sein müssen." Dennoch hofft Kloweit auf einen versöhnlichen Abschluss des Jahres. "Wenn wir zu Hause gegen Arzfeld drei Punkte holen, hätten wir schon einen kleinen Vorsprung von sechs Punkten auf die Konkurrenz."
Dass es kein leichtes Unterfangen werden wird, dessen ist sich Kloweit sicher: "Arzfeld will unbedingt in der Liga bleiben und ist als Reservemannschaft ohnehin nur schwer auszurechnen. Trotz des Sieges haben wir uns schon im Hinspiel sehr schwergetan gegen diesen Gegner."
Generell ist die Offensive das Problem des SC - erst 17 Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Doch Kloweit will die Durststrecke nicht alleine am Angriff festmachen. "Wir haben mit Wladislaw Sartisson einen Top-Stürmer. Doch wir haben vor der Saison zu viel Substanz verloren, somit fehlt es uns an Vorlagengebern aus dem Mittelfeld."
Noch ein wenig mehr Druck als der Stahler SC dürfte die SG Arzfeld II verspüren. Erst elf Punkte stehen auf deren Konto, lediglich die Reserve des FC Bitburg hat weniger. Der letzte Sieg war Ende Oktober. Sollte Arzfelds Reserve am Samstagabend beim Gastspiel in Stahl erneut verlieren, drohen der Elf von Trainer Roman Leifgen ungemütliche Weihnachten. mab

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