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Esch/Alzette
Klasen und Toppmöller mit Unentschieden im Europacup

Esch/Alzette. Mit einem 0:0 mussten sich Thomas Klasen und der von ihm trainierte Luxemburger Erstligist Fola Esch im Europa-League-Quali-Hinspiel gegen den kosovarischen Club FC Prishtina begnügen.
Andreas Arens

Kreissport-Mitarbeiter beim Trierischen Volksfreund

Das Ergebnis lässt zumindest noch alle Chancen zu, im Rückspiel am kommenden Donnerstag das Weiterkommen zu packen. Leistungsmäßig muss sich die Fola aber deutlich steigern. Der vom Rivenicher Dino Toppmöller gecoachte Luxemburger Champion F91 Düdelingen überraschte beim 1:1 gegen den ungarischen Champion Mol Vidi FC, der bis vor kurzem Videoton Székesfehérvár hieß. Am Dienstag würde F91 bereits ein 0:0 reichen, um die Magyaren zu eliminieren.

Den Auftritt gegen die robusten Gäste vom Balkan bezeichnete Fola-Trainer Klasen nach starken Tests (unter anderem gab es ein 2:1 gegen Drittligist Fortuna Köln) als „Rückkehr auf den Boden der Tatsachen“. Zu ängstlich und fehlerhaft im Spielaufbau, zu langsam im Umschaltverhalten: Lange Zeit konnte man die meist auf die Defensive und das Schlagen langer Bälle bedachten Kosovaren kaum gefährden. Am Dienstagabend geht es für die  Escher zunächst per Bus nach Düsseldorf. Nach einer Übernachtung nimmt der 50-köpfige Tross am Mittwoch in aller Frühe den Flieger nach Prishtina wo tags darauf das Rückspiel im 40 Kilometer entfernten Mitrovica stattfindet. Das eigentliche FC-Stadion wird derzeit fit für den Europapokal gemacht und ist genauso wie vieles andere in einem durch den jahrelangen Balkan-Krieg noch gezeichneten Land im Umbruch. „Ein paar tausend Zuschauer werden für eine gute Atmosphäre sorgen“, kündigte der in Frankfurt lebende Geldgeber und Präsident des FC Prishtina, Remzi Ejupi, an. Im Windschatten des in der Flug- und Reisebranche tätigen Vereinsbosses war auch Janni Gashi. Der in der Moselregion als Gastronom und Fußballfachmann bekannte Albaner ist selbst am Club KF Vellaznimi beteiligt. „Hätten wir nicht das Pokalfinale gegen Prishtina verloren, würden wir jetzt hier spielen, sofern wir auch in der ersten Runde gegen den FC Europa aus Gibralter weitergekommen wären“, trauerte Gashi seiner entgangenen Europacup-Premiere als Funktionär nach.