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Konjunktiv bringt keine Punkte

Konjunktiv bringt keine Punkte

Es gibt Spiele, da stellt man sich nach dem Schlusspfiff eine Frage: Was wäre, wenn? Das taten auch die Trainer von Schweich und Badem nach dem Schweicher 2:1-Sieg.

Die umkämpfte Rheinlandligapartie Schweich gegen Kyllburg hatte ihren verdienten Sieger gefunden, da waren sich die Beteiligten einig. Doch es hätte auch ganz anders laufen können. Zum Beispiel, wenn Kyllburgs Stürmer Mike Schwandt nach wenigen Sekunden die Riesenchance zur frühen Führung genutzt hätte. Völlig frei umkurvte er Mosella-Keeper Harald Emmrich, seinen Schuss aber konnte Maximilian Gäbler vor der Linie klären (2.). Oder wenn Schiedsrichter Markus Wozlawek Schweichs Maurice Casel nach Grätsche von hinten an der Mittellinie vom Platz gestellt hätte (17.). Stattdessen traf Patrick Quary nach Ecke von Andreas Schneider unter gütiger Mithilfe von SG-Schlusmann David Hillesheim zur etwas überraschenden Führung (1:0, 19.). Nur vier Minuten später jedoch konnte Kyllburgs Kapitän Alexander Berscheid, nach toller Vorlage von Jerome Kolling, zum Ausgleich einschieben. Beide Teams rieben sich nun in vielen Zweikämpfen auf, das spielerische Element ruhte eine ganze Weile. Eine weitere Standardsituation brachte dann die erneute Führung. Einen Freistoß aus 20 Metern knallte Schneider ins linke untere Eck (2:1, 32.). Die Gäste waren nun geschockt, Schweich übernahm immer mehr das Kommando. Noch vor der Pause hätte Sebastian Schäfer die Führung zweimal ausbauen können, scheiterte aber.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte nur der Gastgeber. Einen Schuss des starken Tobias Rohr konnte Hillesheim nur abklatschen, der Nachschuss von Quary strich jedoch knapp vorbei (47.). Und nach schwerem Fehler von David Heinz konnte Kyllburgs Torwart den Schuss von Schneider gerade noch an die Latte lenken (50.). Badem fand jetzt kaum noch statt, und spätestens nachdem Schäfer knapp am langen Eck vorbeischoss, musste man von einem glücklichen Zwischenresultat sprechen (62.). Erst 20 Minuten vor Schluss kam es wieder zu Torraumszenen im Schweicher Strafraum. Doch weder Berscheid noch Schwandt konnten Emmerichs Kasten gefährlich werden. Die letzte Chance des Spiels vergab Schweichs eingewechselter Nico Toppmöller (87.). Mosella-Coach Hans Schneider war nach dem Abpfiff "einfach nur froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das gibt uns Selbstvertrauen für den Rest der Rückrunde." Kyllburgs Wolfgang Neumann, der zusammen mit Thomas Löw die Mannschaft trainiert, haderte: "Zwei Standards haben das Spiel entschieden. Das darf nicht passieren. Und wenn Maik die erste Chance nutzt..." Was wäre wenn ...?

Meinung

Nur ein Ausrutscher?

Gegen Mayen ist für den FSV Trier-Tarforst in dieser Saison nichts zu holen. Wie schon zum Auftakt der Spielzeit verlor die Fengler-Elf nicht nur gegen den TuS, sie spielte auch keinen guten Fußball. Wenn der Neuling dem Ausrutscher zum Wiederbeginn ähnliche Leistungen wie in der Hinrunde folgen lässt, werden Trainer und Mannschaft sich schnell damit abfinden können. Für zwei Teams war der Tag der Heimsiege enorm wichtig: Schweich und Bullay. Die Mosella hat nach dem Sieg über Kyllburg sieben Punkte Abstand auf die Abstiegsplätze und ist damit in einer komfor-tablen Situation. Mit dem klaren Sieg über Lahnstein hat man einen direkten Konkurrenten distanziert und hat seine bisher schwache Heimbilanz etwas aufpoliert - trotz des schlechten Spiels. Und was wird aus Mehring? Der Auftakt macht Mut vielleicht noch mal oben angreifen zu können. Die Hoor-Elf kann in den nächsten fünf Spielen noch vier Mal zu Hause antreten.