Remis bei eisiger Kälte Remis wie eine gefühlte Niederlage

Trier-Olewig  · Kreisliga B Trier/Saar: SG Serrig spielt 2:2 in Olewig und büßt im Titelrennen zwei Punkte ein.

 Fabian Hamm

Fabian Hamm

Foto: HANS KRAEMER

Bei eisigen Temperaturen versäumte es die SG Serrig/Saarburg, sich näher an den Spitzenreiter SV Tawern heranzupirschen - und musste sich mit einem 2:2 beim SV Trier-Olewig begnügen.

In einem temperamentvollen Match übernahm der Gast früh die Initiative und zog auf dem schwer zu bespielenden Hartplatz ein technisch gutes Spiel auf. Bereits in der fünften Minute gingen sie durch einen Freistoß aus 28 Metern in Führung. Dieser von Abwehrchef Turan Aliyev abgezogene Schuss wurde noch vom eigenen Mann, Simon Ollinger, stark abgefälscht.

Olewig brauchte eine Viertelstunde, um sich auf das  Spiel des Gegners einzustellen, kam dann aber durch den emsigen Carsten Jutz in der 25. Minute zum Ausgleich, als dieser einfach mal aus 17 Metern abzog und der Ball derart abgefälscht wurde, dass er wie ein Stein hinter dem Serriger Keeper Julian Neumüller ins Tor fiel. Es war ein verdienter Lohn für den Mittelfeldmotor der Olewiger.

Dennoch blieben die Mannen aus Serrig und Saarburg das stärkere Team und der Gastgeber hatte in der 30. Minute noch Glück, nicht in Rückstand zu geraten, als ein Ball von Daniel Weber so gerade noch von der Linie gekratzt wurde und von der Unterkante der Latte wieder ins Feld sprang.

Über das gesamte Spiel hinweg war auch Olewigs Torhüter Pablo Stumm mit einigen hervorragenden Paraden der Garant dafür, dass Serrig/Saarburg mit seinem starken Mittelstürmer Waldemar Görlitz und dem besseren technischen Spielaufbau nie in der Lage war, in Führung zu gehen.

Mit dem 1:1 ging es in die Pause und anfangs der zweiten Hälfte verstärkten die Gastgeber den Druck auf die Serriger, die dann sogar in der 52. Minute durch den Olewiger Fabian Hamm mit 1:2 in Rückstand gerieten. Hamm, mit 18 Treffern der zweitbeste Schütze der Liga, schoss sein Team links am Strafraumeck mit einem Freistoß direkt neben dem Pfosten vorerst auf die Siegerstraße. Vorerst deshalb, weil sich keine zwei Minuten später Serrigs bärenstarker Aliyev bei einem Angriff mit nach vorne geschlichen hatte und eine Flanke  in der 54. Minute mit dem Kopf zum postwendenden Ausgleich verwandelte.

Im weiteren Verlauf erspielten sich die Gäste Chance um Chance, scheiterten jedoch an ihrer eigenen Chancenverwertung oder an dem gut aufgelegten Olewiger Keeper Stumm.

In den Schlussminuten hätten die Gäste von der Saar den Sack wirklich zumachen müssen, nachdem auch noch wegen zweimaligen Meckerns Lars Weber Gelb-Rot erhielt und  kurz danach Niclas Weber auch noch mit einer Ampelkarte vom Platz geschickt wurde. Doch auch gegen neun Spieler gelang der SG Serrig-Saarburg nicht mehr der Siegtreffer.

Olewigs Trainer Andreas Wagner meinte nach der Begegnung: „Serrig/Saarburg war in der ersten und zweiten Halbzeit das bessere Team, deshalb ist es für uns ein glückliches Unentschieden. Sein Pendant Michael Sachse analysierte: „Für mich ist dies eine gefühlte Niederlage bei der Unmenge der Chancen, die wir hatten. Uns ist es nicht immer gelungen, den ersten Ball so zu verarbeiten, wie wir wollten, so dass nicht alles so gelang, wie wir uns das vorgestellt hatten. Andererseits muss ich meiner gesamten Mannschaft ein dickes Lob erteilen, denn sie ist zweimal auf des Gegners Platz nach einem Rückstand zurückgekommen, was von Charakter zeugt.“

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