Kurz vor dem Ziel außer Tritt

Kurz vor dem Ziel außer Tritt

Die große Jubelfeier ist ausgeblieben: Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern hat es vor 41 144 Zuschauern verpasst, frühzeitig einen Riesenschritt Richtung erste Liga zu machen. Gegen den defensivstarken FC Union Berlin reichte es nur zu einem 1:1 (0:0).

Kaiserslautern. Vor dem Verfolgerduell heute Abend zwischen dem Tabellenzweiten FC St. Pauli (55 Punkte) und dem FC Augsburg (3./54 Punkte) bleibt das Aufstiegsrennen in der zweiten Liga spannend. Nach der 1:2-Niederlage in Oberhausen versäumten es die Lauterer erneut, gegen einen Rivalen aus der unteren Tabellenregion zu gewinnen. Nach dem Kopfballtor von Rodnei (72.) und dem unglücklichen Ausgleich durch das Eigentor des eingewechselten Srdjan Lakic (78.) nach einem Pfostenschuss von Chinedu bleibt dem Tabellenführer nur ein mageres Pünktchen aus den beiden vergangenen Spielen. Geht den "Roten Teufeln" auf der Zielgeraden die Luft aus?

"Der Punkt ist in Ordnung. Wir können damit gut leben", sagte FCK-Trainer Marco Kurz, "denn wir haben ein anderes Gesicht als in Oberhausen gezeigt. Wir werden jetzt ruhig bleiben." Am Ende mussten die Pfälzer sogar froh über das Remis sein, das Kapitän Martin Amedick in der 86. Minute rettete: Er klärte für seinen bereits geschlagenen Torhüter Tobias Sippel nach einem Schuss von Kenan Sahin auf der Torlinie. "Gottseidank habe ich den Ball noch erwischt", sagte Amedick, der dem verpassten Sieg nachtrauerte: "Ich bin enttäuscht, weil wir 1:0 geführt und unglücklich den Ausgleich kassiert haben." Gegen die sehr defensiv eingestellten Berliner mit dem Ex-Trierer Christian Stuff in der Innenverteidigung tat sich der FCK in der ersten Halbzeit schwer und kam kaum zu Torchancen. Dies änderte sich erst nach dem Wechsel. Eine Standardsituation brachte die Führung: Nach Eckball von Bugera war Rodnei mit dem Kopf zur Stelle. "Leider hat mein Tor nicht zum Sieg gereicht, aber wir werden cool bleiben", versprach der 24-Jährige. Cool bleiben müssen die Lauterer auch, denn das Restprogramm (siehe Extra) hat es in sich. Aber egal, wie das heutige Verfolgerduell ausgeht: Der FCK geht mit mindestens sieben Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz drei, den er schon sicher hat, in die letzten vier Saisonpartien. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn er diese gute Ausgangsposition noch verspielt.

EXTRA

Restprogramme der Aufstiegskandidaten: 1. FC Kaiserslautern: Arminia Bielefeld (A), Hansa Rostock (H), TuS Koblenz (A), FC Augsburg (H) FC St. Pauli: FC Augsburg (H), 1. FC Union Berlin (A), TuS Koblenz (H), SpVgg Greuther Fürth (A), SC Paderborn (H) FC Augsburg: FC St. Pauli (A), MSV Duisburg (H), FSV Frankfurt (A), TSV 1860 München (H), 1. FC Kaiserslautern (A) MSV Duisburg: FC Augsburg (A), SC Paderborn (H), Karlsruher SC (H), Alemannia Aachen (A) Fortuna Düsseldorf: TSV 1860 München (H), Arminia Bielefeld (A), Rot-Weiß Oberhausen (A), Hansa Rostock (H) H: Heimspiel, A: Auswärtsspiel

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