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Kreisliga B II
Andreas Weins schießt Laufeld ins Glück

Sehr umkämpft und ganz knapp: Die SG Laufeld schlägt die SG Moseltal Maring im Spitzenspiel der Kreisliga B II mit 2:1. Hier duellieren sich Marcel Kresse (Moseltal, links) und der Laufelder Markus Jany.
Sehr umkämpft und ganz knapp: Die SG Laufeld schlägt die SG Moseltal Maring im Spitzenspiel der Kreisliga B II mit 2:1. Hier duellieren sich Marcel Kresse (Moseltal, links) und der Laufelder Markus Jany. FOTO: sjs / Sebastian J. Schwarz / Sebastian J. Schwarz
Wallscheid. Kreisliga B II: Die SG Laufeld entscheidet das Spitzenspiel gegen die SG Moseltal Maring knapp mit 2:1 für sich.

Einen Meilenstein im Titelkampf hat Tabellenführer SG Laufeld nach seinem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen den ärgsten Verfolger aus Maring gesetzt. Vor 225 Zuschauern setzte Laufeld in einem hochklassigen B-Ligaspiel nach ausgeglichener erster Halbzeit die entscheidenden Akzente. Andreas Weins erwies sich für Laufeld als Matchwinner.

Der Laufelder Routinier brachte seine Mannschaft nach ausgeglichener erster Hälfte direkt nach Wiederbeginn in Front. Ein Missverständnis zwischen Marings Keeper Kim Beicht und der Verteidigung ermöglichte es Weins nach traumhaftem Schnittstellenpass von Markus Jany im Eins-gegen-eins, die Führung zu erzielen (48.). Das war das Signal des zuvor von taktischen Gesichtspunkten und von gegenseitigem Respekt geprägten Spiel, künftig mehr offensive Akzente zu setzen. Laufeld besaß auch nach seiner Führung ein Chancenplus, Feldvorteile und hatte auch spielerisch die besseren Szenen. Ein Eckball auf Jany, der sich aus sechs Metern nach oben schraubte, dessen Kopfball jedoch im letzten Moment von Alexander Bauer von der Linie gekratzt wurde, hätte beinahe das 2:0 bedeutet (55.). Fünf Minuten später verpasste Laufeld die nächste Gelegenheit, zu erhöhen, als ein Rückpass des ständig nach vorne rochierenden Außenverteidigers Julian Burch bei Jeremias Schmitt im Zentrum landete, dessen Schuss aber aus sieben Metern noch abgeblockt wurde.

Erst als Gästetrainer Karl-Heinz Reisdorf drei weitere Offensivspieler einwechselte und alles auf eine Karte setzte, kam Maring zu Torchancen, obwohl die Laufelder Defensive in Person von Patrick Rieder und Kim Radner ein vorzügliches Stellungsspiel offenbarte. Nach Doppelpass mit Michael Bauer wuchtete der eingewechselte Nachwuchsspieler Tobias Höhl die Kugel zum 1:1 ins Kreuz (77.). In der Phase, als Maring sogar auf das 2:1 drängte, kam der Spitzenreiter auf den Punkt genau ins Spiel zurück. In der 80. Minute blieb die Pfeife des umsichtig und unauffällig leitenden Referees Michael Reinhard noch stumm, als Jany im Sechzehner von den Beinen geholt wurde. Fünf Minuten später ereignete sich eine ähnliche Szene.  Jany suchte im Laufduell den Kontakt – und der Unparteiische zeigte diesmal auf den Punkt. 

„Für mich war das eine Konzessionsentscheidung und ein sehr fragwürdiger Elfmeter. Jeder hat gesehen, dass das keiner war. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, zeigte sich Reisdorf nach 90 intensiven und gutklassigen Minuten enttäuscht. Für den Maringer Trainer sei jetzt eine Vorentscheidung gefallen. „Wir versuchen jetzt, unsere Spiele noch zu gewinnen und den zweiten Platz abzusichern“, blickte der auch in der kommenden Saison an der Maringer Seitenlinie coachende Reisdorf bereits voraus. Laufelds Trainer Dirk Schulz sprach von einem „hoch verdienten Sieg aufgrund der Chancen“ – und „spielerischen Vorteilen in der zweiten Halbzeit“. Eine Vorentscheidung sieht Schulz allerdings noch nicht: „Es sind noch 18 Punkte zu vergeben. Wir müssen weiter konzentriert bleiben.“ Laufeld unterstrich einmal mehr eindrucksvoll, dass es mit 73 Toren nicht nur die beste Offensive auf sich vereinigt, sondern mit lediglich 17 Gegentreffern auch die stabilste Abwehr hat. Marings Paradesturm jedenfalls bekam am Samstag kaum einen Stich.