Leistungsgefälle zu groß

Mit 9:2 überrollten vergangenen Sonntag die ambitionierten Schleider die Bitburger Bezirksliga-Reserve und unterstrichen ihre gehobenen Ansprüche. Bitburg indes will die Schlappe schnell aus den Köpfen bekommen und rechnet sich in Speicher etwas aus.

Bitburg/Schleid. Bitburgs neuer Coach Stephan Vidua brachte das Desaster vom Sonntag auf den Punkt: "In den ersten 20 Minuten hätten wir 3:0 führen müssen. Wie man effektiven Fußball spielt, machten anschließend die Schleider vor und gingen schnell 2:0 in Führung. Wir haben dann aufgehört anständigen Fußball zu spielen und die Motivation verloren. Dann gehst du gegen einen solchen spielstarken Gegner schon mal unter." Ähnlich sah es Schleids Spielertrainer Denis Giese: "Nach dem 1:0, welches aus einer Standardsituation entstand, legten wir direkt das 2:0 nach und haben Bitburg mit unseren spielerischen Mitteln auseinandergenommen." Seine Mannschaft sei hoch motiviert gewesen und Bitburg hätte es den Schleider Stürmern auch leichtgemacht, bemerkte Giese treffend. Giese sprach von "lediglich vier bis fünf Spielern, die B-Klassen-Format besaßen. Bitburg hatte kein Konzept und keine Harmonie. Dennoch glaube ich, dass der FC die Liga halten wird. Das Leistungsgefälle ist schon teilweise sehr groß in der Liga. Vier, fünf Mannschaften spielen um den Titel. Drei oder vier Teams müssen sich mit dem Abstiegskampf herumplagen."
Bitburg II in Zugzwang


Für Stepahn Vidua und seine junge Mannschaft wird es hoffentlich eine Eintagsfliege bleiben. "Wir haben die Partie im Training ausgewertet und hoffentlich auch abgehakt. Wir hoffen, dass dieses Negativerlebnis aus den Köpfen ist und müssen nun gegen Speicher eine Reaktion zeigen", so der Bitburger Trainer, welcher mit 13 Spielern und etlichen mit beruflichen Aufgaben bei der Bundeswehr betrauten Akteuren nur einen begrenzten Kader hat. "An einem guten Tag können wir fast jeden Gegner schlagen. Wir rechnen uns in Speicher etwas aus - und bin überzeugt vom Klassenerhalt," gibt sich Vidua optimistisch. Im Übrigen sei die 2:9-Niederlage deutlich zu hoch ausgefallen. Mit etwas mehr Moral und Einsatzwillen hätte es ein 2:6 getan.
Doch auch die unnötige Ampelkarte gegen einen Bitburger Spieler beim Stande von 2:6 ließ an diesem Tage kein gutes Haar am Bitburger Spiel.

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