Mehren-Trainer sieht Team im Aufwind

SG Mehren/Darscheid im tiefen Tabellenkeller : Eine Saison voller Nackenschläge

Kreisliga B I: SG-Darscheid-Trainer Ulrich Kalitzki hat die Rettungsmission noch nicht aufgegeben.

Es war eine Hinrunde zum Vergessen: Der einstige Landesligist SG Darscheid/Mehren überwinterte nach großem Verletzungspech und dem daraus resultierenden dezimierten Kader auf dem letzten Tabellenplatz der Kreisliga B I. Trotz weiterhin angespannter Personallage sind sich Coach und Team bewusst, dass es nun im Frühjahr nur über die kollektive Stärke geht.

Ulrich Kalitzki ist im Moment nicht zu beneiden. Den seit Sommer amtierenden Coach ärgert nicht nur der letzte Platz im Ranking, sondern auch die Umstände: „Das letzte halbe Jahr tat uns gar nicht gut. Wenn man einen dünnen Kader hat und dann auch noch Langzeitverletzte hinzukommen, wird’s verdammt schwierig. Wir haben uns auf allen Ebenen schwergetan.“ Kalitzki meint vornehmlich die drei Niederlagen vor der Winterpause, bei denen das Team auch ohne Torerfolg blieb. Doch die permanente Offensivschwäche war nicht allein verantwortlich für den sportlichen Absturz. Weil wichtige Spieler, wie Torwart Marc Schreiber, Mittelfeldmotor Andreas Lenarz, Kapitän Christoph Preis oder auch Andreas Hoppe verletzungsbedingt, aber auch beruflichen Gründen ausfielen und nur selten spielen konnten, musste auch die Abteilung Toreverhinderung zahlreiche Nackenschläge in Kauf nehmen.

So geriet das Team nach dem 0:2 beim TuS Ahbach II zu Hause gegen Schönecken (0:6) und in Hillesheim (0:11) gehörig unter die Räder. Die extrem schwierige Vorbereitung ließ den Coach jedoch nicht verzagen. „Der viele Schnee, der Frost und Temperaturen im zweistelligen Minusbereich waren gerade in unserer Region dafür Faktoren, dass die Vorbereitung alles andere als gut war.“ Die Rasenplätze in Darscheid und Mehren waren gesperrt, selbst auf dem neuen Ausweich-Kunstrasenplatz in Gillenfeld durfte nicht trainiert werden. „Darüber bin ich logischerweise nicht glücklich. Eine gute Vorbereitung sieht anders aus. Doch es geht jetzt voran“, meint der Coach, der das Kollektiv in die Verantwortung nimmt. „Es geht darum, die Grundtugenden anzupacken, sich als Mannschaft zu präsentieren. Alles muss dem mannschaftlichen Gesamtergebnis untergeordnet werden. Wir haben alles noch selber in der Hand.“

Kalitzki begründet seinen Optimismus in der Steigerungsfähigkeit seiner Mannschaft. Der Tabellenzweite Ulmen steht am Sonntag (auswärts) vor der Tür. Doch „danach kommen die wichtigen Spiele, in denen wir punkten müssen. Die direkten Duelle müssen wir für uns entscheiden“, betont Kalitzki. Der Darscheid/Mehrener Coach bemüht die Tatsache, dass es auf Rang acht (derzeit Üdersdorf) nur acht Punkte aufzuholen gilt. „Es ist alles noch eng zusammen. Wir fokussieren uns darauf, das Tabellenbild in den nächsten Wochen positiv zu verändern. Meine Aufgabe ist, die Klasse zu halten“, hat sich Kalitzki festgelegt.

Dieser erinnert an die guten Spiele gegen Auel (5:0) und gegen den Mehlentaler SV (2:1), als Überraschungssiege gelangen. Kapitän Preis wird jetzt genauso wieder im Kader erwartet wie Marc Schreiber in ein paar Wochen. Der ist wegen eines Bandscheibenvorfalls noch angeschlagen, wird momentan von Taleb Zoaeter vertreten. Auch Trainer-Sohn Moritz Kalitzki (19) ist wegen seines Studiums und anstehender Semesterklausuren aus Freiburg derzeit nicht loszueisen. Vorne sollen es dann vor allem Nils Esser und Sven Mohrs richten.