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Mit neuem Mut ins Stadtderby

Mit neuem Mut ins Stadtderby

Beim Aufeinandertreffen zwischen dem SC Stahl und dem FC Bitburg II erwartet die Zuschauer jede Menge Lokalkolorit und eine höchst unterschiedliche Ausgangsposition. Während sich der Stahler SC im Mittelfeld aufhält, geht der FC als Schlusslicht in die Partie.

Bitburg. Das meiste Kopfzerbrechen bereitet dem Bitburger Coach die lückenhafte Defensive. Bereits 21 Gegentore in vier Spielen sind definitiv zu viel für Manfred Peters, der zu Saisonbeginn das Zepter bei der A-Liga-Reserve übernommen hat.
So wurde auch die Partie vor einer Woche gegen Prüm-Enz (4:7) zum "Tag der offenen Tür". Manfred Peters: "Das war für uns schon vor der Partie unglücklich gelaufen, als sich unser Stammtorwart Nino Renschler verletzte und ein Feldspieler einspringen musste. So war die erste Halbzeit eine Katastrophe, als wir binnen 20 Minuten sechs Gegentreffer kassierten."
Mentale Aufbauarbeit


Wenn nun der schwere Gang ins benachbarte Stahl ansteht, sieht der Bitburger Coach die Sachlage optimistischer. "Wir können auf die gute zweite Halbzeit bauen, als wir immerhin auch vier Tore erzielten. Ich will die Mannschaft mental wieder aufbauen - wir müssen versuchen, langsam zu punkten."
Peters weiß, dass in der Zweiklassengesellschaft, wie sich die Kreisliga B II derzeit darstellt, jeder Punktverlust gegen direkte Konkurrenten besonders schwer wiegt. "Jetzt kommen die Gegner, die wir schlagen müssen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie Leidenschaft, Laufbereitschaft und Kämpfertum zeigt. Wir wollen mindestens einen Punkt mitnehmen."
Das sieht Stahls Trainer Tom Walter freilich anders. Nach dem Last-Minute-Ausgleich in Herforst hat sein Team noch nicht ganz zu alter Stärke gefunden und ist derzeit im Tabellenmittelfeld platziert. "Unser Manko ist derzeit die Chancenverwertung, bei der wir einfach nicht kaltschnäuzig und abgebrüht sind. Wir sehen uns gegen Bitburg in Anbetracht der Tabellenkonstellation in einer Favoritenrolle. Der wollen wir gerecht werden und das Spiel gewinnen", sagt der Stahler Trainer.
Bis auf den Hochzeit feiernden Sergej Maslakov hat Tom Walter alles an Bord. Den defensiven Part im Mittelfeld übernehmen somit Jan Hoffmann und Andy Port, Mehdi Hussein wird als Abwehrchef fungieren. Für jede Menge Spannung ist also im Bitburger Stadtderby hinreichend gesorgt. L.S.