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Mit Schwung in die neue Saison

Mit Schwung in die neue Saison

Sieben Punkte in den ersten drei Spielen. Die SG Wawern/Kanzem will sich frühzeitig ein Polster für den Ligaverbleib zulegen. Erkannte Schwächen will Trainer Thomas Konz bis zur Winterpause abstellen. Am Sonntag ist der TuS Euren zu Gast in Kanzem.

Kanzem/Wawern. "Für uns zählt dieses Mal nur der Klassenerhalt", formuliert Thomas Konz das Saisonziel in seinem vierten Jahr als Trainer der SG Wawern/Kanzem.
Nach dem erfolgreichen Aufstieg in die C-Liga vor zwei Jahren mit 17 Punkten Distanz auf den Zweitplatzierten und einem Torverhältnis von 93:14 Toren schaffte Konz auch in diesem Jahr die Hürde zur nächst höheren Spielklasse. Vor allem die Einstellung der Spieler nennt er als Garant für den Erfolg. "Als wir realisierten, dass vielleicht doch noch der Relegationsplatz drin war, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Wir haben in jedem Spiel gekämpft, als wäre es ein Endspiel."
Nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung, in der laut Konz viele mannschaftstaktische Aspekte nicht einstudiert werden konnten, ist sein Team dennoch recht gut gestartet und hat mit sieben Punkten in den ersten drei Spielen der Liga gleich seinen Stempel aufgedrückt. Von Euphorie ist bei dem zweifachen Familienvater aus Ayl allerdings nichts zu spüren. Dass der Aufstieg seiner Mannschaft etwas Rückenwind gegeben hat, steht für den 34-Jährigen außer Frage, "doch als Neuling scheitert man oft an der Unerfahrenheit und zahlt mitunter viel Lehrgeld", ruft Konz seinen Spielern ins Gewissen. "Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und uns auf diesem Start ausruhen, sonst finden wir uns ganz schnell im Keller wieder." Das gilt für ihn in diesem Jahr ganz besonders, sieht er die Klasse doch als sehr ausgeglichen und spielstark, wie er bereits in den beiden folgenden Partien feststellen konnte. "Wer hier nur 90 Prozent gibt, steht nach dem Spiel mit leeren Händen da."
Der Kader der SG Wawern/Kanzem hat in den letzten Jahren an Breite gewonnen, so dass Ausfälle auf allen Positionen recht gut kompensiert werden können. Zu den Stärken zählen für den früheren Mittelfeldspieler vor allem die Ausgeglichenheit, eine aufgrund der taktischen Disziplin starke Defensive sowie die Willensstärke seines Teams. Auf die Frage nach den Schwächen kommt ein spontanes "Ja, und zwar in allen Bereichen."
Taktiken in der Schublade



Diese sollen aber in den Trainingseinheiten nach und nach minimiert oder sogar gänzlich abgestellt werden. "Wir arbeiten zurzeit sehr stark an der Verbesserung unserer Spielfähigkeit, mitunter an ganz grundlegenden Dingen. Spätestens zur Winterpause beginnt dann auch wieder die Detailarbeit in der Defensive, und obwohl wir schon recht gut organisiert sind, können wir auch gerade im aktiven Pressing noch etwas zulegen", bringt Konz sein Vorhaben auf den Punkt. Was das Spielsystem der SG angeht, hat der engagierte Coach so manches einstudiert, was er je nach Gegner und eigenem Kader abrufen kann. "Von der Grundformation spielen wir häufig im 4-4-2, immer öfter aber auch im 4-3-3, und selbst das in der Hinrunde im Vorjahr praktizierte 4-2-3-1 haben wir noch in der Schublade."
Überwiegend Eigengewächse



Auch um den Nachwuchs wird es dem Ayler nicht bange. Seit jeher hat die Spielgemeinschaft großen Wert auf die Jugendarbeit gelegt, und das belegt der ihm zur Verfügung stehende junge Kader, der überwiegend aus Eigen gewächsen besteht. Hinzu kommt die Tatsache, dass jedes Jahr neue Jugendspieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen und die Mannschaft verstärken.