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Mit Vollgas zum Titel

Hat bis jetzt allen Grund zur Freude: Markus Kuhnen, Trainer des SV Mehring II hofft auf die kleine Sensation. TV-Foto: Edgar Breit
Hat bis jetzt allen Grund zur Freude: Markus Kuhnen, Trainer des SV Mehring II hofft auf die kleine Sensation. TV-Foto: Edgar Breit
Mehring. Nach dem Führungswechsel an der Spitze der Kreisliga A marschiert Aufsteiger SV Mehring II mit großen Schritten in Richtung Bezirksliga. Drei Verfolger liegen mit vier Punkten Distanz (punktgleich) im Nacken und halten die Schlussphase weiterhin spannend. Edgar Breit

Mehring. Es wäre schon eine kleine Sensation, wenn dem Vorjahresaufsteiger SV Mehring II in diesem Jahr der zweite Ligawechsel in Folge gelingen sollte. Doch die Mannschaft von Trainer Markus Kuhnen, der in der Winterpause Toni Weiszenbacher ablöste, scheint auf der Zielgeraden kaum noch zu bremsen. Mit vier Punkten Distanz zu den punktgleichen Verfolgern aus Schweich, Fell und Könen hat sich die Moselelf fünf Spieltage vor Saisonende bereits ein kleines Sicherheitspolster geschaffen. "Wir haben es nun selbst in der Hand", macht Kuhnen seinen Mannschaftskollegen klar.
Dass ihm alle drei Verfolger in den verbleibenden Wochen noch gegenüberstehen werden und ihn auch auf der Fidei kein leichtes Spiel erwarten wird, bereitet dem selbstbewussten Trainer keine Bauchschmerzen. Der 40-jährige Spielertrainer ist von der Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft voll und ganz überzeugt. Auch wenn nun in den letzten vier Spielen die Stammspielerregelung greift und er auf seine Torgaranten Sebastian Willems und Christian Alt verzichten muss (Rheinlandligamannschaft) und er selbst aufgrund eines Nasenbeinbruchs seit dem Spiel gegen den SV Pölich außer Gefecht ist. Nach Verletzungspause stehen aber mit Andreas Kaufmann, Peter Follmann und Lukas Müller wieder drei Spieler in den Startlöchern für den Endspurt.
Offensivspieler durch und durch


Markus Kuhnen, der die Mehringer Reserve eigentlich erst ab Sommer als Trainer übernehmen sollte, löste bereits in der Winterpause vorzeitig Anton Weiszenbacher ab. "Für mich ist es eine tolle Sache, einen Verein zu trainieren, dem ich eh schon seit vielen Jahren sehr nahestehe", freut sich der in Hetzerath lebende Familienvater über seine neue Aufgabe. Im sechsten Jahr, mit einem Jahr Unterbrechung als Co-Trainer beim SV Lüxem, steht der B-Lizenz-Inhaber nun in den Diensten des SV Mehring und blickt allein in dieser Saison bereits auf 17 Einsätze für die Rheinlandliga-Elf zurück. Seine Rolle spielte er immer in der Offensive, und diese Spielweise setzt er auch als Trainer der Reservemannschaft gerne um.
Mit 72 Toren hat sich seine Mannschaft längst an die Ligaspitze geschossen. Die Fußballer-Gene hat er, wie sein Bruder Rainer (zurzeit Spielertrainer beim SV Bekond), von Vater Reinhard geerbt. Den Feinschliff erhielt er nach den Jugendjahren in Föhren und Wittlich. Seine professionelle Einstellung und der unbändige Drang zum Tor bescherten dem laufstarken und beidfüßigen Offensivspieler schon zahlreiche Highlights in seinem Fußballerleben: Zweimal Aufstieg in die Oberliga (SV Wittlich und SV Klausen), zwei Jahre Oberliga (TuS Koblenz), sechs Jahre Regionalliga (FSV Salmrohr), Rheinlandmeister und viermaliger Rheinland-Pokal-Gewinner.
Als Trainer gelang ihm gleich bei seiner ersten Station in Wittlich der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Co-Trainer-Erfahrung sammelte er dann in der letzten Saison unter Michael Schmitt beim SV Lüxem. In Hetzerath unterstützt der im Verkaufsinnendienst beschäftigte Kuhnen momentan noch den Trainer der F-Jugend, in der auch Sohn Luca aktiv am Ball ist.
Mit dem SV Mehring II will er nun die Meisterschaft gewinnen. "Ich bin sehr zuversichtlich, und die Jungs ziehen alle gut mit. Für uns als Unterbau für die erste Mannschaft wäre der Ligawechsel sehr wichtig", freut sich Markus Kuhnen auf die nächsten Wochen und den "hoffentlich zweiten Aufstieg in Folge."