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Moseltal Maring siegt klar in der Kreisliga B II

Klare Sache für die SG Moseltal Maring : Das Spiel, aber nicht den Spaß verloren

Kreisliga B II: TuS Platten hat bei 1:6 in Lieser keine Chance – Kapitän Klee kommentiert Ehrentor mit lockerem Spruch.

Bei aller Unterlegenheit, die der TuS Platten im ersten Meisterschaftsspiel nach der Winterpause bei der ambitionierten SG Moseltal Maring neidlos anerkennen musste, hatte das Team um Spielertrainer Perparim Krieziu die Lacher aber auf seiner Seite: Als Nico Berres nach einer Stunde mit einem platzierten Distanzschuss den Ehrenreffer zum 6:1 markiert hatte, nahm der Kapitän der Plattener den Ball eilig aus dem Netz - und brüllte: „Jetzt haben wir sie, auf geht´s, weiter!“ Die meisten der 240 Zuschauer am Hartplatz in Lieser johlten, und ein breites Grinsen konnte sich (natürlich) Thomas Klee auch nicht verkneifen. Auch er wusste, dass es nach dem 3:7 im Hinspiel wieder eine Packung geben würde gegen die Vereinigten aus Maring-Noviand, Osann-Monzel, Lieser und Kesten.

Als „das wichtigste Spiel in dieser Saison“ hatte SG-Coach Karl-Heinz Reisdorf das Derby mit den Plattenern im Vorfeld deklariert. Schließlich sollte seine Mannschaft den Schwung aus dem alten Jahr mit hinübernehmen und punktemäßig zum Spitzenreiter SG Laufeld aufschließen.

Nur in den ersten Minuten hatten die Moseltaler ein wenig Anlaufschwierigkeiten. Immerhin waren es die gerade einmal mit insgesamt 13 Akteuren angereisten Gäste, welche auch die erste Chance hatten: Der Freistoß von Perparim Krieziu war aber eine sichere Beute von SG-Winterneuzugang Kim Beicht im Tor (achte Minute). Mit schnellen Ballpassagen und druckvollem Pressing brachten die Hausherren den ohne einem halben Dutzend kranker und verletzter Stammspieler angetretenen TuS anschließend immer wieder mächtig in Verlegenheit. So in der zwölften Minute: Ein langgeschlagener Ball von Pascal Schaab erreichte Leon Wrusch, der aus vollem Lauf zum 1:0 traf. „Jetzt läuft es“, prophezeite SG-Torwarttrainer Gerhard Frey am Spielfeldrand. Womit er recht behalten sollte. Nur fünf Minuten später passte Niklas Wrusch auf Pascal Heil. Der vor der Partie schon 20 Mal erfolgreiche Goalgetter fackelte nicht lange und erwischte Martin Brohl im Plattener Kasten auf dem falschen Fuß.

Den Gästen, bei denen laut Coach Krieziu fünf Akteure aus der Startelf aus verschiedenen Gründen kaum oder gar nicht an der Wintervorbereitung hatten teilnehmen können, fehlte es an Sicherheit und Konzentration. Das wurde auch beim 3:0 deutlich. Der Rückpass von Benjamin Püschel war viel zu kurz, Leon Wrusch spritzte energisch dazwischen und vollendete souverän.

Die Gäste konnten sich glücklich schätzen, dass Moseltal Maring bis kurz vor dem Pausenpfiff des ruhig und umsichtig pfeifenden Schiedsrichters Horst Jonas die Konsequenz im Torabschluss vermissen ließen. Das 4:0 gegen die mal wieder zu weit aufgerückte TuS-Abwehr markierte wiederum Wrusch (45.+2).

Auch bei Standards waren die Schützlinge von Karl-Heinz Reisdorf gefährlich. Freistöße von Niklas Wrusch in der 48. und 58. Minute leiteten das fünfte und sechste Tor ein. Jeweils vollendete Pascal Heil.

Kurz nach dem Ehrentreffer von Berres handelte sich Alexander Schaaf wegen Beleidigung eines Gegenspielers die Rote Karte ein. In Unterzahl mischte der TuS munter mit, konnte sich andererseits bei Schlussmann Brohl bedanken, dass es bei dem halben Dutzend Gegentreffer blieb.

Unterm Strich war es aus Sicht von Krieziu die erwartete Niederlage: „Wir haben eine schwierige Saison zu absolvieren. Jetzt müssen wir noch ein paar Punkte für den Klassenverbleib sammeln.“

Sein Gegenüber Reisdorf zeigte sich nicht rundum zufrieden: „Wir müssen noch ballsicherer werden. Für den Anfang war es aber okay.“ Höchstleistung von sich und seinem Team erwartet Dreifachtorschütze Leon Wrusch auch in den kommenden Wochen, um mit Laufeld Schritt halten zu können: „Nur, wenn wir 120 Prozent geben, ist der  Aufstieg am Ende auch machbar.“

Den Liveticker zum Nachlesen und Video-Interviews mit den beiden Trainern und SG-Angreifer Pascal Heil gibt es unter www.fupa.net/volksfreund