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Nach Niederlage folgt Kritik am Schiedsrichter

Nach Niederlage folgt Kritik am Schiedsrichter

Wohin führt der Weg der SG Zell/Bullay/Alf in der Fußball-Bezirksliga West? Diese Frage wurde im Umfeld der Mosel-SG vor der Partie gegen den Rheinlandliga-Mitabsteiger SV Dörbach oft gestellt. Zwei Fragen konnten nach dem glücklichen 1:0-Heimerfolg jedenfalls beantwortet werden.

Bullay. Mit acht Punkten auf der Habenseite kann die Mosel-Spielgemeinschaft Zell/Bullay/Alf nach dem glücklichen Sieg gegen Dörbach den Anschluss ans Mittelfeld halten. Mit Neuzugang Tobias Lauterborn und Torwart Daniel Konrath in der Form dieses Spiels dürfte die Mosel-SG mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
Trainer Kai Thönnes sprach deshalb seinen beiden Spielern nach der Partie ein großes Lob aus. "Daniel hat uns heute mit seinen Paraden den Sieg gesichert und Tobias hat, obwohl er angeschlagen war, eine überragende kämpferische Leistung gezeigt. Er ist ein absoluter Gewinn für uns."
Elfmeterpfiff bleibt aus


Gästetrainer Rudi Jung stimmte seinem Gegenüber in einem Punkt zu. Auch er sah in Konrath den Spieler, der die drei Punkte an der Mosel gehalten hatte. Im Unparteiischen Benedikt Kempkes sah er aber einen weiteren Mann auf dem Platz, der zu dem Heimsieg einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hatte: "Durch die Leistung des Schiedsrichters wurden wir unter Wert geschlagen. Gegen uns hat er konsequent Gelb gezückt, gegen Zell gar nicht. Dann hat ihm kurz vor Schluss der Mut gefehlt, uns einen klaren Elfmeter zu geben. Er hat deshalb einen großen Anteil an dem Ergebnis." Was war geschehen? Die Heimelf bestimmte vor der Pause das Spiel und erzielte durch einen Abstauber von Markus Günther das einzige Tor des Tages zum 1:0-Sieg (30). Fünf Minuten vorher hatten bei einem Ball von Yeison Jimenez nur Millimeter an der Gästeführung gefehlt. Konrath hatte die Finger noch im Spiel gehabt.
Nach dem Pausentee kamen die Gäste immer besser ins Spiel und der zwischenzeitlich verdiente Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aber Zell hatte Konrath im Kasten. Einen harten Schuss von Florian Schröder lenkte er über die Latte (69.) und der Torjubel der Gäste bleibt auf den Lippen kleben, als er einen Kopfball von Swen Thimm mit einen Glanzparade um den Pfosten drehte.
Dann kam die oben besagte 89. Minute. Dörbachs Matthias Wey tauchte im Strafraum frei vor Konrath auf, als ihn Zells Dini Hajdari, der für den verletzten Kapitän Manuel Bausen neben Brian Fechner in die Innverteidigung gerückt war, klar von den Beinen holte. Der Elfmeterpfiff ertönte aber nicht. Kempkes hatte kein Foul gesehen und ließ das Spiel weiterlaufen. Heimtrainer Thönnes konnte oder wollte die Szene nicht beschreiben. "Mir war die Sicht versperrt." Hajdari dagegen traf eine klare Aussage: "Das war kein Elfmeter. Der Stürmer hat sich bei mir eingehakt und dann fallen lassen."

Zell: Konrath - Martel, Hajdari, Fechner, Köhler, Akin, Thönnes, Kiesewetter, Peifer (82. Ivicevic), Günther, Lauterborn (87. Materna).
Dörbach: Maxheim - Reuter, Prüm, Tönges, Schröder, Wey, Frohnen, Schneid, Kunkel (86. Leistert), Jimenez (65. Thimm), Born (59. Göpel).
Tor: 1:0 Markus Günther (30.).
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Kruft).
Zuschauer: 150