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Nach Spielabbruch: Spieler auf dem Weg der Besserung

Nach Spielabbruch: Spieler auf dem Weg der Besserung

Gerade drei Minuten sind am Sonntag in Nusbaum gespielt, da muss der Schiedsrichter der Partie SG Geichlingen/Nusbaum/Körperich/Wallendorf/Biesdorf gegen den SV Schleid unterbrechen. Ein Spieler der Geichlinger liegt schreiend vor Schmerzen auf dem Rasen, schnell ist klar: Sein Bein ist wahrscheinlich gebrochen.

Der Rettungsdienst wird alarmiert und einige Minuten später ist schon eine Ersthelferin mit Rettungsdiensterfahrung da, die sofort einen Notarzt nachfordert. Neben einem Rettungswagen kommt der Rettungshubschrauber aus Luxemburg. Und nach etwa 45 Minuten seit der Spielunterbrechung ist der Verletzte im Helikopter auf dem Weg ins Krankenhaus. Noch am Sonntagabend wird er operiert - Diagnose: Waden- und Schienbeinbruch.
"Es geht ihm wohl den Umständen entsprechend ganz gut. Allerdings kann er als haupterwerbstätiger Landwirt nun nicht arbeiten. Das ist nicht so gut", sagt Geichlingens Vorsitzender Martin Peters.
Während der langen Unterbrechung habe die Heim-SG den Schiedsrichter um einen Spielabbruch gebeten. "Unsere Spieler waren schon etwas schockiert und wollten nach dem Vorfall nicht weiterspielen", sagt Peters. Außerdem seien die meisten Zuschauer bereits auf dem Heimweg gewesen, da niemand mehr mit einer Spielfortsetzung gerechnet habe.
Schiedsrichter Dominik Keils wollte allerdings weiterspielen lassen, musste dann aber doch abbrechen, da die SG Geichlingen nicht mehr antrat.
Dies hat nun wohl noch Folgen: Am Mittwochabend behandelte die Kreisspruchkammer den Fall und entschied auf eine Wiederholung der Partie. Der SV Schleid kündigt jedoch an, Widerspruch gegen das Urteil einzulegen und den Fall von der Bezirksspruchkammer verhandeln zu lassen. Schleids Vorsitzender Jens Bisenius: "Unserer Meinung nach sind bei dem Urteil sportrechtliche Vorgaben nicht eingehalten worden. Keine Mannschaft hat das Recht, ein Spiel abzubrechen."
Für Schleid geht es dabei auch um enorm wichtige drei Punkte im Abstiegskampf.
"Wir hätten auch eine Wertung des Spiels für Schleid akzeptiert", sagt der Geichlinger Vorsitzende. Peters weiter: "Aber jetzt wir wollen das Spiel natürlich unter normalen sportlichen Bedingungen noch mal austragen, wenn wir dürfen." sve