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Neue Antreiber fürs Mittelfeld

Wallenborn. Es hätte ein Gipfeltreffen mit richtungsweisendem Charakter werden können. Doch wieder einmal machte der Wettergott allen Beteiligten einen Strich durch die Rechnung. Nach dem verlegten Spitzenspiel gegen Berndorf blickt Wallenborns Trainer Günter Mehles dem weiteren Ligaalltag mit großer Anspannung entgegen - und hat gleich zwei Granaten im Schlepptau. Lutz Schinköth

Wallenborn. Drei neue Spieler hat die ambitionierte Spielgemeinschaft aus Wallenborn, Niederstadtfeld und Oberstadtfeld in der Winterpause an Land gezogen, um das angestrebte Ziel - Wiederaufstieg in die Bezirksliga - Wirklichkeit werden zu lassen. Denn mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Berndorf steht Wallenborn unter Zugzwang. Mit Nico Clausen, Andre Bischoff (beide TuS Ahbach) und Daniel Wentnagel (SV Lissingen) wurden drei überdurchschnittliche Spieler von ihren bisherigen Vereinen losgeeist.
"Diese Verstärkungen waren ursprünglich erst für den Sommer vorgesehen. Gut, dass sie jetzt gekommen sind", sagt Trainer Günter Mehles, der positiven Druck zum Thema Meisterschaft hat. "Wir wissen, dass durch diese Verstärkungen der Druck wächst, doch wir gehen damit ganz normal um. Der Zweikampf mit Berndorf wird bis zum Schluss fortbestehen - es muss sich aber alles erst einspielen."
Daniel Wentnagel ist ein offensiver Spieler, der vielseitig auch im Mittelfeld einsetzbar ist. Nico Clausen war beim TuS Ahbach mit Andre Bischoff Leistungsträger, ist "ein sehr dynamischer Spieler, der viel Druck nach vorn entwickelt. Nico ist erst 21 Jahre, hat gehörig Potenzial, ist sehr lern- und kritikfähig, besticht durch Trainingsfleiß und hat einen guten Charakter" (Mehles). Auch Bischoff - ein Wirbelwind im zentralen Bereich - fällt durch "Schnelligkeit und Torgefährlichkeit auf, ist eine optimale Unterstützung für Sebastian Zimmer. Der macht nach vorn richtig Betrieb und ist sehr wendig", sagt Mehles.
Bis auf den im Testspiel in Dörbach mit einer Zerrung verletzt ausscheidenden Pascal Haak und den noch gesperrten Patrick Hunz hat Mehles derzeit alles an Bord. Kaspar Wlodarek wird nach Ostern wieder zum Team stoßen (ist derzeit in Polen). Auch Sebastian Zunk ist nach seiner Verletzung am Sprunggelenk wieder einsatzfähig.
"Jetzt schauen wir von Spiel zu Spiel, wollen kontinuierlich punkten, um an Berndorf dranzubleiben", sagt der Wallenborner Coach, der den nächsten Spielen voller Anspannung, aber auch mit dem nötigen Selbstbewusstsein entgegenblickt. Die Neu-Terminierung des Gipfels gegen Berndorf indes dürfte Anfang nächster Woche (siehe Artikel unten) erfolgen. L.S.