Nicht nur Fußball im Kopp

Jürgen Kopp hat Jörg Lauer bei der SG Farschweiler/Lorscheid abgelöst. Als Vielgereister in Sachen Fußball ist der Fitnesstrainer nach 25 Jahren im Hochwald angelangt. Die Ähnlichkeit seines Namens mit dem von BVB-Trainer Jürgen Klopp hat ihm einen neuen Spitznamen eingebracht.

Mit 27 Punkten in der Hinrunde und einem dritten Tabellenplatz hat die SG Farschweiler/Lorscheid eindrucksvoll der B-Liga Mosel/Hochwald in der laufenden Saison ihren Stempel aufgedrückt. Der letztjährige Aufsteiger hat ein Punktepolster, von dem er zurzeit stark profitiert und deshalb ohne großen Druck dem Restprogramm entgegensehen kann.

So sieht es auch Jürgen Kopp, der nach der Winterpause den Trainerposten von Jörg Lauer übernahm. Noch steht die SG (Platz 5 in der Liga) auf einem der unteren Plätze in der Rückrundentabelle. "Das Ruder ist aber wieder umgelegt. Wir befinden uns auf dem richtigen Kurs und die neu eingeführte Viererkette macht Fortschritte", sagt Kopp, der in seinen früheren Fußballerjahren als Jürgen Kuhagen auf verschiedenen Plätzen an Mosel und Sauer und auf der Fidei zu finden war.

Angedacht war sein Engagement als Trainer im Hochwald eigentlich erst ab der nächsten Saison. Nachdem Jörg Lauer aber um die Freigabe vom Verein, so die Info auf der vereinseigenen Internetseite, gebeten hat, haben sich die Verantwortlichen bereits früher für den Neuen entschieden. Die Kontakte sind im Fitnessstudio in Osburg entstanden, wo der noch für den A-Ligisten SV Pölich-Schleich spielberechtigte offensive Fußballer als Fitnesstrainer arbeitet. Nur in Notfällen will er aber nochmals an der Mosel aushelfen. Sein Augenmerk gilt dem Restprogramm in der B-Liga. "Da gilt es noch ein paar Nüsse zu knacken."

Kopp, genannt Kloppo



Rückblickend ist "Kloppo", wie der bekennende Dortmund-Fan zuweilen gerne genannt wird, mit dem bisherigen Abschneiden der SG unter seiner Regie zufrieden. "Etwas ungewohnt ist natürlich anfangs die Umstellung im Spielsystem, doch die junge Mannschaft ist motiviert und lernwillig. Und das spiegelt sich auch in der Trainingsbeteiligung wieder", freut sich der 31-Jährige.

Die Tendenz geht wieder nach oben. Im neuen Jahr hat er aus sechs Spielen bis dato sieben Punkte eingefahren. Die Rückrunde ist wohl öfters ein Dilemma, wie ihm die Spieler berichten. Eine Erklärung für die Formschwankung hat aber noch keiner gefunden. "Wir arbeiten daran und blicken weiter nach vorne."

Jürgen Kopp ist guter Dinge, den eingeschlagenen Weg der beiden Vereine fortzuführen. Schon in Kürze wird weitere Verstärkung aus der A-Jugend erwartet. Ein junges Team mit viel Potenzial wird dann in der nächsten Saison in der B-Liga kräftig mitmischen. Mit 66 Treffern hat sich die SG an die Spitze der Liga geschossen und zählt zu den offensivstärksten Teams. Im Gegenzug verbucht die Mannschaft allerdings auch bereits 62 Einschläge.

Auf die beiden Langzeitverletzten Markus Frömberg und Marius Jakoby muss Kopp momentan noch verzichten. Ansonsten sei die Mannschaft für die bevorstehenden Aufgaben gerüstet. Beruflich absolviert der gelernte Tischler nach zwölf Jahren bei der Bundeswehr zurzeit ein duales Studium in Saarbrücken. Auf dem Weg zum Fitness-Ökonom erfüllt er den beruflichen Teil des Studiums als Fitnesstrainer im Fitnessstudio. Seine sportliche Laufbahn begann der in Fastrau wohnende zweifache Familienvater bei Eintracht Ruwer, wechselte aber bereits in der Jugend zu den Vereinen SSG Mariahof und dem FSV Ehrang, wo er auch sein erstes Seniorenjahr absolvierte. Seine Reise führte in der Folge mit Haltestationen in Biewer, Schleidweiler, Pölich und bei der SG Sauertal immer wieder nach Ehrang zurück.

Bereits im achten Jahr unterstützt er Helmut Gorholt in dessen Fußballcamps als Trainer und dankt ihm zugleich für die vielen Lehrjahre. In der SG Farschweiler/Lorscheid steht er künftig allein in der Verantwortung.