Nova vergibt den Sieg

Zweite Nullnummer in Folge: Der 1. FC Köln hat am Sonntag beim 0:0 gegen Werder Bremen zumindest kämpferisch und in der Defensive einen guten Eindruck hinterlassen. Ex-Kapitän Novakovic vergab aber die Chance auf einen echten Befreiungsschlag.

Köln. (AF) Die Fans des 1. FC Köln haben sich längst dran gewöhnt. Torjubel im eigenen Stadion - das ist eine echte Rarität, eine Besonderheit. Oder, in Zahlen: In sechs von acht Heimspielen stand vorne die Null. Drei Heimtreffer gab es bislang erst. Und die Kölner spielen auch zu Hause, wie man es sonst eher von Gästeteams erwartet. Defensiv ausgerichtet, abwartend, auf schnelle Konter bauend. Das war auch am Sonntagnachmittag bei der passablen Nullnummer gegen Werder Bremen nicht anders. Die defensive Ausrichtung (4-3-2-1-System) sorgte zumindest dafür, dass die Bremer massive Probleme hatten, ein schnelles Angriffsspiel aufzuziehen. Nur Marko Marin setzte Akzente. Der Ausfall von Mesut Özil wegen einer Grippe war dagegen nicht zu kompensieren. Die Bremer, mit 31 Toren die beste Offensiv-Mannschaft der Liga, blieben harmlos.

So gingen die Kölner Anhänger unter den 50 000 Zuschauern im RheinEnergieStadion nur leidlich zufrieden nach Hause. Schließlich hatten die Kölner beste Gelegenheiten, die magere Torbilanz zu frisieren. Vor allem Milivoje Novakovic dürfte den Sonntag in schlechter Erinnerung behalten. Der Stürmer vergab gleich zwei Hundertprozentige ziemlich kläglich. Und wie beim 0:0 zuletzt in Bochum hatte auch Mittelfeldspieler Petit die Riesen-Chance zum 1:0. Kurz vor Schluss verzog er nach guter Vorarbeit durch Chihi. Glück hatte der FC schon zuvor, dass Innenverteidiger Mohamad in der ersten Halbzeit nach einer Notbremse gegen Marin nur die Gelbe Karte sah.

FC-Trainer Zvonimir Soldo bemängelt die Chancenverwertung. "Wir hatten gute Möglichkeiten, diese aber nicht genutzt - wie schon im Spiel gegen Bochum. Aber das wird sich ändern."

Werder Bremen baut zwar seine eindrucksvolle Serie von nunmehr 23 Pflichtspiel-Auftritten ohne Niederlage aus. Wie ein echter Titelanwärter spielten die Hanseaten allerdings nicht.