Ohne Lakic lauert Lautern auf die "Wölfe"

Ohne Lakic lauert Lautern auf die "Wölfe"

Ohne seinen Top-Torschützen Srdjan Lakic (bisher neun Saisontore) bestreitet Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern den Hinrunden-Abschluss vor eigenem Publikum am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Meister des Jahres 2009, VfL Wolfsburg. Für Trainer Marco Kurz aber ist der Ausfall seines wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrten Torjägers kein Thema.

"Das ist gar kein Problem. Sperren und Verletzungen sind Begleiterscheinungen im Profifußball, mit denen man fertig werden muss. Da müssen wir nach Lösungen suchen und nicht darüber hadern." Lauterns Cheftrainer Marco Kurz war zwei Tage vor der Partie auf dem Betzenberg gegen das Team um den ehemaligen Werder-Star Diego schnell damit fertig, als er auf die Personale seines kroatischen "Torschützen vom Dienst" angesprochen wurde.

Wer für den 27-Jährigen in die Startformation rücken wird, ließ der Fußball-Lehrer noch offen. Zur Wahl stehen der Tscheche Adam Nemec, der Österreicher Erwin Hoffer oder der Bulgare Ilian Micanski. "Sie wollten alle ihre Chance. Jetzt können sie zeigen, dass sie eine verdient haben", meinte Kurz nur lakonisch.

Nemec, Hoffer und Micanski lauern auf ihren Einsatz



Zur Wahl steht nach überstandener Leistenoperation wieder der Brasilianer Rodnei im Deckungszentrum, der aber während seiner Verletzungspause von Mathias Abel glänzend vertreten wurde. "Rodnei hat in den vergangenen Tagen ein bisschen Erkältungsprobleme gehabt. Mal sehen, wie er die letzten Trainingseinheiten vor dem Spiel bewältigt", erläuterte Kurz die Situation des "Riesen vom Zuckerhut". "Grundsätzlich aber bin ich froh über jeden Spieler, der wieder in den Kader kommt und unsere Alternativen bereichert."

Um eine mutigere und aggressivere Ausrichtung als beim 0:1 auf St. Pauli ist Rechtsverteidiger Florian Dick bemüht. "Das waren nicht wir, die da gespielt haben. Da hat das Feuer, die Leidenschaft gefehlt. Den Wolfsburgern müssen wir von Anfang an auf den Füßen stehen und ihnen die Lust am Spielen nehmen. Wenn die erst einmal ins Rollen kommen, sind sie nur schwer zu bremsen", sagt Dick, der glaubt, dass "Wolfsburg von der Qualität her ähnlich besetzt ist wie Schalke." Sturmführer Edin Dzeko im Trikot des Samstags-Gegners hält er gar "für den besten Stürmer in der Bundesliga".

Keinen besonderen "Wachhund" wird es für den Brasilianer Diego im Trikot der "Wölfe" geben. "Wir spielen keine Manndeckung, wir wollen ihn mit taktischer mannschaftlicher Geschlossenheit aus dem Spiel nehmen, so gut es geht", verkündete Kurz die Marschroute. Am Donnerstag hatte der FCK für die Begegnung, die trotz der winterlichen Straßen- und Platzverhältnisse 48 Stunden vorher nicht gefährdet erschien, etwas mehr als 37 000 Karten verkauft.