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Reha gleich hinter der Grenze

Reha gleich hinter der Grenze

Ganz Fußball-Deutschland diskutiert über die Zukunft von Michael Ballack in der DFB-Auswahl, nur der 33-Jährige schweigt beharrlich während seiner Reha in Luxemburg.

Hamburg. (dpa/red) "Ich will mich zu diesem Thema nicht äußern", sagte Ballack. Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hatte Ballack via "Bild"-Zeitung sogar geraten, seine internationale Karriere zu beenden. Nach der überraschenden Abreise aus Südafrika setzt Ballack, der die WM wegen einer schweren Bänderverletzung verpasste, seine Rehabilitation in Luxemburg fort. "Nachdem, was ich geplant habe, werde ich bis Montag bleiben. Aber alles hängt von den Tests ab, die hier gemacht werden, und der Entwicklung der Dinge", erklärte der Neuzugang von Bayer Leverkusen, der seit Dienstag in Luxemburg ist. Ballack hatte das deutsche WM-Quartier in Erasmia am Montagnachmittag verlassen. "Ich muss jetzt auch an mich und meinen neuen Verein Bayer Leverkusen denken, den nächsten Schritt machen und schnell wieder fit werden", begründete der 98-malige Nationalspieler seine Abreise.

Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt erklärte: "Der überraschend gute Heilungsverlauf macht es möglich, dass er jetzt schon mit dem nächsten Schritt beginnen kann. Dafür sind ein deutlich erhöhter Trainingsumfang und auch eine gesteigerte Trainingsintensität nötig. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen, die er jetzt braucht, sind hier vor Ort nicht gegeben."

Auf das Reha-Center auf dem Luxemburger Kirchberg ist Ballack durch Mund-zu-Mund-Propaganda aufmerksam geworden, zudem ist sein Berater Michael Becker aus Luxemburg. "Das ist ein Center mit sehr gutem Ruf, das mir viele Leute empfohlen haben. Mehrere Spieler, die dort waren, haben mir gesagt, dass es sich um einen Ort handelt, der besonders gut für Sportler geeignet ist, um eine Reha durchzuführen", sagte Ballack, der in Luxemburg angeblich vom DFB-Physiotherapeuten Klaus Eder betreut wird.