Rote Teufel reisen in den Norden

Rote Teufel reisen in den Norden

Mit dem frischen Wind und dem Selbstvertrauen aus dem Pokalauftritt in der ersten Hauptrunde beim BFC Dynamo Berlin will der 1. FC Kaiserslautern (15.30 Uhr) am Samstag auch in die neue Bundesliga-Saison starten. Bangen müssen die Lauterer noch um Verteidiger Leon Jessen.

Kaiserslautern. "Nach dem heutigen Stand könnte er nicht spielen, wir haben ihn auch in den beiden vergangenen Tagen nicht belastet. Aber wir haben ja noch zwei Tage Zeit und setzen unsere Hoffnung auf die medizinische Abteilung", kommentierte FCK-Trainer Marco Kurz den Kummer des dänischen Nationalspielers Leon Jessen. Eine richtige Verletzung sei es nicht, eher eine schmerzhafte Prellung - und deshalb sei man noch guter Dinge.
Überhaupt hinterlassen Mannschaft und Umfeld nach dem erfolgreich bestandenen Kampf um den Klassenerhalt bereits einen konzentrierten und dennoch unaufgeregten Eindruck. Der Eindruck, der entscheidend mit dazu beitrug, dass die Roten Teufel in ihrer Rückkehrer-Saison auch in kritischen Situationen nicht den Kopf verloren. Die Stimmung sei gut, man freue sich darüber, dass nach einer schweißtreibenden Vorbereitung nun wieder der Spielbetrieb losgehe, sagte nicht nur Kurz, sondern auch Abwehrspieler Mathias Abel.
Der gebürtige Lauterer hat aus dem Innenverteidiger-Trio Rodnei/Abel/Amedick derzeit die besseren Karten, den Part neben dem Hünen vom Zuckerhut - Rodnei - zu spielen. Doch Abel, der nach seiner Rückkehr aus Schalke an den Betzenberg lange Zeit mit Verletzungen zu kämpfen hatte und sich seinen Stammplatz in der Saison 2010/2011 erst spät sichern konnte, weiß, dass "die Saison noch sehr lang ist und wir jeden Spieler brauchen werden".
Mit fast 3000 Lauterer Fans rechnen die Pfälzer Kicker am Samstag im Weserstadion. Aus dem Bremer Pokal-Aus beim Drittligisten Heidenheim und dem Sommertheater zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung bei den Grün-Weißen einen Vorteil ziehen zu können, glauben die Lauterer nicht. "Ich habe die Mannschaft im Pokalspiel gesehen, das sie lange dominiert hat, und dabei einen starken Gegner ausgemacht. Wenn wir von dort etwas mitnehmen wollen, müssen wir eine Top-Leistung abrufen", warnt Kurz.
Doch nicht nur in Bremen werden sie wissen, dass die Pfälzer in der vergangenen Saison sechs Punkte gegen Werder geholt und vier der letzten fünf Auswärtsspiele gewonnen haben. jüb

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