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Rückkehr als Spielertrainer nach Herforst

Rückkehr als Spielertrainer nach Herforst

Ein weiterer Hochkaräter bereichert die Kreisligen: Dominik Brenner kehrte nach seinen "Lehrjahren" in Bitburg und Kyllburg/Badem zu seinem Heimatverein Herforst zurück und will beim B-Liga-Aufsteiger die gute Entwicklung forcieren. Der TV sprach mit dem 25-Jährigen über Ziele und Perspektiven.

Herforst. "Ich hatte den Wunsch, noch mal mit den Jungs, die ich seit der Jugend kenne, in meinem Heimatverein zusammen zu spielen. Da Herforst jetzt endlich den Aufstieg in die B-Klasse packte, eröffneten sich mir neue Perspektiven und sportliche Herausforderungen", beschreibt der 25-jährige frühere Rheinlandligaspieler der SG Kyllburg die Gründe für seinen Wechsel.
Doch Dominik Brenner will nicht in seiner Entwicklung in Herforst stehen bleiben, fordert ein höheres Engagement aller Spieler. "Wir können spielerisch in der neuen Liga mithalten. Wenn wir noch cleverer und kaltschnäuziger werden und die Jungs noch eine Schippe drauflegen, können wir in absehbarer Zeit auch noch mal aufsteigen. Mein persönliches Ziel in dieser Saison ist ein Platz unter den ersten sechs."
Brenner agiert in dieser Saison auch als gleichberechtigter Trainer zusammen mit Marco Pitsch, ist Pitschs "Auge auf dem Platz, da Marco derzeit selbst verletzt ist. Wir verstehen und ergänzen uns gut. Ich hoffe, dass ich meinen Mitspielern die in den Jahren in Bitburg und Kyllburg gesammelten Erfahrungen gewinnbringend vermitteln kann."
Dass der Verein bislang nur mühsam in die Gänge kam, lag auch an taktischen Dingen. "Das Umschalten von Angriff auf Abwehr dauert noch zu lange, der letzte Einsatzwille und ein Tick mehr läuferischer Aufwand sind Reserven, die wir jetzt schleunigst umsetzen müssen, wollen wir unser Ziel verfolgen", sagt Brenner. Dass es spielerisch schon so gut klappt, führt der in Trier geborene, aber in Herforst aufgewachsene Mittelfeldspieler auf die überwiegend ballorientierte Trainingsarbeit zurück.
"In meiner bisherigen Laufbahn habe ich von jedem Trainer gewisse Dinge mitgenommen. Doch besonders viel lernte ich von meinem A-Jugendtrainer zu Bitburger Zeiten, Jürgen Walther, und natürlich von Herbert Herres in meinem letzten Bezirksligajahr beim FC Bitburg. Als ich zuvor schon einmal beim FC spielte, rief mich damals völlig überraschend Badems langjähriger Trainer Peter Löw an und lotste mich nach Badem. Das waren auch sehr gute Jahre", erinnert sich Brenner.
An ein Spiel erinnert sich der noch ledige, jedoch fest liierte Maschinenbautechniker besonders nachhaltig zurück. "Mit Kyllburg spielten wir mal beim VfB Linz auf dem Kunstrasen. Wir führten schon 4:1 und fühlten uns als sicherer Sieger. Dann erlaubten wir uns einige Patzer und kassierten völlig schwimmend noch drei Tore zum 4:4. Zum Schluss traf ein VfB-Spieler noch den Pfosten, und wir hätten beinahe noch verloren. Das war ein völlig irres Spiel."
Zu seinen größten Erfolgen gehören neben den Jahren in der Rheinlandliga auch der Einzug ins Rheinlandpokal-Halbfinale vor drei Jahren, als Kyllburg erst knapp am TuS Koblenz II scheiterte. Dominik Brenner besitzt die Fähigkeit, ein Spiel "lesen" zu können, hat das Spiel gern vor sich. "Ich pendle zwischen den Positionen sechs und zehn, habe im zentralen Bereich mehr den Überblick. Das liegt mir. Wenn es sein muss, spiele ich aber auch in der Viererkette." L.S.