Salmrohrs Sammy sprintet zum Sieg

Salmrohrs Sammy sprintet zum Sieg

Der FSV Salmrohr hat sein Heimspiel am Samstag gegen die SG 06 Betzdorf souverän gewonnen. Tabellenschlusslicht SF Köllerbach gab den Salmtalern unterdessen Schützenhilfe im Aufstiegskampf: Die Sportfreunde gewannen überraschend beim Tabellenführer SVN Zweibrücken.

FSV Salmrohr - SG 06 Betzdorf 3:1 (1:1)
Das war ein starker Auftritt. Nicht nur vom FSV Salmrohr insgesamt, sondern vor allem auch vom Mann des Tages: Matondo Makiadi, genannt Sammy. Der 22-jährige Deutsch-Kongolese schoss in der schwierigen Partie gegen den Fünftplatzierten aus Betzdorf unter anderem das Tor zur 2:1-Führung und bereitete mit einem Supersprint über das halbe Spielfeld das 3:1 maßgeblich vor. "Dass Sammy sein Tor gemacht hat, freut mich umso mehr", sagt Trainer Patrick Klyk, "da er eine gute Vorbereitung gespielt hat und weil ich ihm sagte, er solle sich einfach auf seine Stärken besinnen und mit Tempo kommen - das hat er heute gemacht, hat sich gut durchgesetzt. Und deswegen hat er das auch verdient."
FSV-Trainer Klyk war nach dem 3:1-Sieg sichtlich erleichtert: "Wenn man nach acht Wochen der Vorbereitung so ein schweres Spiel vor Augen hat, dann ist es natürlich eine geile Sache, wenn man am Schluss gewonnen hat." Schwer sei das Spiel deshalb gewesen, "weil mir klar war, dass Betzdorf hier im Grunde heute gar nix machen will. Und genau so haben sie auch gespielt. Sie haben mit elf Mann in der eigenen Hälfte gespielt, haben provoziert und Theater gemacht", analysiert Klyk das tatsächlich wenig ansprechende Auftreten der Gäste auf dem Salmrohrer Kunstrasen. "Und deshalb bin ich froh, dass wir sie so nach Hause schicken können."
Salmrohr war nach 40 Minuten durch Daniel Petersch in Führung gegangen, hatte das Spiel über die ganze Zeit beherrscht. Allerdings folgte der bittere Ausgleich nur zwei Minuten später durch Anis Saidi nach einer Ecke.
Gus Schulz vergibt das 3:1


"Ich war in der Halbzeit dann auch ein bisschen lauter", sagt Patrick Klyk, "weil wir wieder aus einer Standardsituation heraus das Gegentor kriegen - da sind wir einfach nicht wach." In der zweiten Hälfte hätte seine Mannschaft es dann aber "besser gemacht". Schon kurz nach dem Wiederanpfiff netzte Sammy Makiadi ein - im gegnerischen Strafraum verwandelte er ein Zuspiel von Christian Schroeder zum 2:1 (47.). Gustav Schulz hatte nach etwa 75 Minuten die 3:1-Führung auf dem Fuß, als Petersch über rechts lief, fast auf der Tor-Aus-Linie noch zur flachen Hereingabe kam und Schulz als Dritter Salmrohrer im Betzdorfer Strafraum ganz links das Leder traf - und es knapp neben den Kasten schob. In der Folge hatte Salmrohr noch einmal Glück, vom Ausgleich verschont zu bleiben - ein Betzdorfer Spieler traf im Strafraumgewimmel den Ball nicht richtig. Das Tor zum 3:1-Endstand fiel nach 88 Minuten: Sammy Makiadi rannte mit dem Ball nach einer Eroberung nach vorn, ließ dabei alle Verfolger hinter sich. Über rechts war Petersch mitgelaufen, Makiadi gab im Eins-gegen-eins-Duell mit dem schwachen Betzdorfer Keeper ab, und Petersch schob ein.
Zum Abschluss mahnte Klyk trotz des Siegs noch an: "Uns fehlt weiterhin die Aggressivität. Wir können schön Fußball spielen, alles gut und schön. Aber es gehört für ganz oben einfach noch etwas mehr dazu."
Dieses "ganz oben" ist für den FSV unterdessen etwas näher gerückt. Der Tabellenführer SVN Zweibrücken unterlag am Samstag überraschend zu Hause 1:2 gegen den Tabellenletzten SF Köllerbach.
FSV Salmrohr: Grub - Hohns, Fischer, Kühne, Zwick - Schulz, Schraps, Mertinitz (85. Bauer)- Makiadi (89. Schottes), Petersch - Schroeder (67. Baier)
Tore: 1:0 (40.) Petersch, 1:1 (42.) Saidi, 2:1 (47.) Makiadi, 3:1 (88.) Petersch
SR: Schäfer (Stennweiler) - ZS: 200

1. FC Saarbrücken II - SV Mehring 1:1 (0:1)
Punkt gerettet, Chancenverwertung erneut mangelhaft: Der SV Mehring sieht im Abstiegskampf im Tabellenkeller kein Licht. Gegen die Reserve des Drittligisten 1. FC Saarbrücken kamen die Moselaner am Sonntag nicht über ein Unentschieden hinaus. "Wir hatten wieder mehrere große Chancen, sie aber nicht umgesetzt", sagte Trainer Robert Jung nach dem Spiel. "Keine 30 Sekunden nach Beginn hat Mario Kön einen Schuss an die Latte geknallt", sagte der Trainer. Die Mehringer gingen nach 30 Minuten durch Sven Kohlei in Führung. Der Ausgleich fiel nach etwa 60 Minuten. "Saarbrücken hatte bestimmt 70 Prozent Ballbesitz, aber keine Chancen", sagte Jung. Dino Toppmöller vergab in der zweiten Hälfte nochmals die Führung, als er eine "Traumflanke" (Jung) von Achmed Boussi übers Tor köpfte. "Wäre der drin gewesen, hätten wir gewonnen", sagte Jung.
SV Mehring: Basquit - Eifel, Müller, Kohl, Diederich - Ting (88. Weber), Meyer (86. Bradasch), Kön - Kohlei (90. T. Toppmöller), D. Toppmöller, Boussi
Tore: 1:0 (30.) Kohlei, 1:1 (60.) Schneider
SR: Benedum (Mehlingen) - ZS: 100