SC Stahl besiegt im Verfolgerduell SG Irrel mit 2:1

Bitburg · Das "Heimspiel" auf dem Bitburger Kunstrasen wurde für den zuletzt arg strapazierten Stahler SC zum Erfolgsfaktor. So wahrt der vor der Saison als Aufstiegskandidat Nummer eins gehandelte Bitburger Vorstadtclub seine Chance und bleibt unter den Top-Drei.

Bitburg. Beide Vereine hielten sich nicht lange beim Abtasten auf und legten den Vorwärtsgang ein. So kam es schon in der dritten Minute zur ersten richtigen Chance, als Irrels Martin Alles freistehend aus zwölf Metern verstolperte. Auch der schöne Schrägschuss von Marius Reichel zeigte die Irreler Bestrebungen, das Spiel zu gewinnen. Nach dem "leblosen Auftritt" gegen Bitburg aus der Vorwoche, galten für Stahls Coach Rüdiger Otte andere Prioritäten. "Ich wollte wieder Leidenschaft und eine andere Einstellung sehen. Das ist gelungen", so Otte nach dem 2:1-Sieg. So riss der SC nach rund 25 Minuten das Spiel an sich und machte vor allem über das "magische Dreieck Budzak, Winter, Port" richtig Druck. Amir Budzak scheiterte nach schönem Spielzug freistehend am Irreler Keeper Tim Kaufmann. Bei typischem November-Schmuddelwetter sahen die 80 Unentwegten eine durchaus ansprechende Partie. Als Budzak nach einem Doppelpass mit Stevo Stanford vom Irreler Keeper im Strafraum umgerissen wurde, Schiedsrichter Peters aus Geichlingen völlig korrekt auf Strafstoß entschied, war der Stahler Erfolg vorgezeichnet. Denn Marc Standford ließ sich die Chance nicht entgehen und vollstreckte sicher - 1:0 (35.). Danach war Stahl am Drücker und besaß eine klare Mittelfeld-Hohheit durch die zielstrebigen Aktionen von Winter und Port. Irrels Torjäger David Klein hatte nach dem Seitenwechsel als erster Akteur das 1:1 auf dem Fuß. Völlig ungläubig schaute anschließend Stahls Jonas Dehaini drein, als ein Pass von Budzak bei ihm landete und ein eher als Flanke gedachter Ball ins lange Eck ins Netz flatterte - 2:0 (50.). Nach diesem Treffer kamen die Gäste besser ins Spiel, agierten auch konstruktiver nach vorn, besaßen aber nicht die Präzision, die sie in der jüngsten Vergangenheit zeigten. Die logische Konsequenz der intensiven Offensivbemühungen war der Anschluss durch den 15. Saisontreffer von Klein, als ein Aufsetzer-Flachschuss im Netz zappelte - 2:1 (63.). Erst jetzt wurde es die erhoffte Spitzenpartie - ein offener Schlagabtausch. Sehenswerte Spielzüge, öffnende Pässe und etliche Torraumszenen prägten dann die Szenerie. Ein Freistoß-Kopfball von Stevo Standford lenkte Kaufmann an den Pfosten. Und auch der eingewechselte Teddy Haddad verpasste drei Minuten nach seiner Einwechslung die vorzeitige Entscheidung. Die Adams-Elf versuchte zum Schluss noch einmal alles, doch außer zwei verpufften Freistößen gelang dem Aufsteiger nichts mehr.

SC Stahl: Rasic - M. Standford, Masslakov, Giacobbe, Smerja - Budzak (55. R. Dehaini), Port, Winter, Gorny - J. Dehaini, S. Standford (80. Haddad).

SG Irrel: Kaufmann - Bourscheidt, Schrauf, Schramer (77. Bermes), Ludwig - Marx, Alles, Lahr, Schlich - Klein, Reichel

Tore: 1:0 (35., Foulelfmeter) Mark Standford, 2:0 (50.) Jonas Dehaini, 2:1 (63.) Klein

SR: Karl Peters (Geichlingen) - Z: 80.