Der Coup von Pluwig Husarenstreich belegt die gute Form

Kordel/Welschbillig · Kreisliga A: Wie es der SG Kordel gelang, den Titelkandidaten Pluwig zu besiegen.

Einen Sieg gegen die zweite Mannschaft der Schweicher Mosella (3:0) durfte man ja vor knapp zwei Wochen  erwarten, doch dass die SG Kordel/Welschbillig wie zuletzt in Pluwig (3:2) beim Tabellenzweiten ebenfalls drei Punkte entführt, konnten die Wenigsten erahnen.

Trainer Alexander Roso lässt die Partie noch einmal genüsslich Revue passieren. „Wir haben vor allem in der ersten halben Stunde sehr gut gespielt, als wir die ersten beiden Chancen eiskalt nutzten. Weil uns danach die Zuordnung fehlte und ein Torwartfehler den Ausgleich begünstigte, kam Pluwig zum 2:2.“ Und wie gelang dann der Husarenstreich? „Wir haben mit der wirklich einzigen Chance in der zweiten Halbzeit das Siegtor gemacht. Einen weiten Einwurf von Julian Dücker wuchtete Marc Willems mit dem Kopf ins Tor.“ Roso setzte nicht – wie es Pluwig vielleicht erwartet hatte – auf eine tief stehende Kette oder eine Kontertaktik, sondern auf ein frühes Pressing ab der Mittellinie. „Wir waren einfach präsent und haben auch verdient gewonnen. Pluwig hatte durch die vielen Spielabsagen keinen Rhythmus.“

In der Woche davor musste die Mosella mit 0:3 ebenfalls ohne

Punkte die Heimreise antreten. „Ohne überheblich zu sein, hätte das Spiel auch 7:0 ausgehen können. Was mir vor allem wichtig ist, dass wir jetzt zweimal mit der gleichen Anfangsaufstellung gespielt haben.“ Auf die anstehenden Partien blickend, zählen für Roso freilich nur die Punkte: „Jetzt kommt Könen, dann Detzem und danach Sirzenich. Wenn wir aus den nächsten fünf Spielen neun Punkte holen und dann noch irgendwo zwei dazu, müsste es reichen zum Klassenerhalt.“

Derzeit zieren 19 Punkte das Konto, das Lazarett hat sich wieder deutlich gelichtet. Roso spekuliert folglich auf 30 Punkte, die zum Klassenverbleib reichen sollten. Derzeit verletzt sind nur noch Kapitän Oliver Lieser, der nach einer Schulter-Operation bis zum Saisonende ausfallen wird sowie Peter Schwickerath, der einen Schlag auf die Leiste bekommen hat. „Ich gehe davon aus, dass Peter nach Ostern wieder spielen kann“, hofft Roso. Der zwei Mal wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallene Thomas Lichter ist nach langer Rekonvaleszenz und etlichen Kurzeinsätzen in der zweiten Mannschaft ebenfalls wieder eine Option. „Thomas haben wir eingewechselt. Er befindet sich wieder auf dem aufsteigenden Ast“, betont Roso, der in eigener Sache nach Ostern das Gespräch mit dem Vorstand suchen will.

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