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Kreisliga A
Die Hoffnung ist zurückgekehrt

Es war fast zum Verzweifeln. Nun aber scheint die SG Lambertsberg mit ihrem Trainer Johann Dunkel gerade noch rechtzeitig in die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein.
Es war fast zum Verzweifeln. Nun aber scheint die SG Lambertsberg mit ihrem Trainer Johann Dunkel gerade noch rechtzeitig in die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein. FOTO: Helmut Gassen
Lambertsberg. A-Liga: Lambertsberg ist nach Siegen gegen Nattenheim und Prümer Land wieder im Rennen.

2:1 gegen die SG Nattenheim-Bickendorf und zuletzt sogar eine 2:0-Überraschung gegen Titelkandidat SG Prümer Land Rommersheim: Die SG Lambertsberg-Oberweiler/Plütscheid/Philippsweiler hat durch ihre jüngsten Erfolge die Hoffnungen auf den Klassenerhalt genährt und scheint aus der tiefen Talsohle, die man bis zur Winterpause zu durchschreiten hatte, heraus zu sein.

Viele Verletzte, ein hohes Maß an Leistungsschwankungen und oft in der Schlussphase verlorene Spiele machten dem Team des erfahrenen Coachs Johann Dunkel im bisherigen Saisonverlauf immer wieder aufs Neue zu schaffen. Mit dem 2:1-Erfolg gegen Nattenheim kehrte die Hoffnung zurück, den Abstieg in die B-Klasse doch noch zu vermeiden. „Es war eine Erlösung, es wurde aber auch langsam Zeit, dass wir wieder ein Spiel gewinnen. Doch wir haben uns mal belohnt für die guten Spiele, bei denen wir oft ganz nahe dran waren. Wir hatten in dieser Partie zweimal auch Glück“, berichtete Dunkel nach dem Erfolg über Nattenheim.

Oliver Melle leitete drei Minuten vor der Halbzeit nach einem Pass von Achim Brandenburg mit einem Dribbling zwischen zwei Innenverteidigern hindurch den dritten Saisonsieg der SG ein. Doch wie so oft in dieser Runde musste das engagiert und robust auftretende Team des früheren Arzfelder und Großkampener Trainers in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Rückschlag erleiden. Ausgerechnet dem sonst meist so zuverlässigen Kapitän Sebastian Weber unterlief ein seltsames Eigentor. Der Torwart kam aus seinem Kasten und rief offenbar zu spät „Leo“, sodass Weber den Ball per Kopf unhaltbar in den Winkel bugsierte. „Da gingen die Laternen schon wieder runter“, bemerkte Dunkel, dessen Mannschaft aber im zweiten Durchgang nochmals richtig aufs Gaspedal trat. Fünf Minuten vor Schluss wurde Melle im Sechzehner von zwei Nattenheimer Verteidigern in die Zange genommen – für Dunkel eine unstrittige Elfmeterentscheidung. „Nattenheim sah hier eine Abseitsstellung, doch der Elfer war absolut berechtigt.“ Doch der Coach und sein Team mussten gerade in dieser Szene noch einmal zittern, denn Weber war so verunsichert, dass der etatmäßige Elferschütze der Lambertsberger die Verantwortung an Mario Hager weiterreichte. Doch der Stürmer blieb cool und bescherte dem Vorletzten den dritten Sieg.

Dank des nächsten Dreiers am Dienstag im Nachholspiel gegen die SG Prümer Land hat Lambertsberg die Nattenheimer in der Tabelle sogar überholt. Die Abstiegsangst aber bleibt. „Egal, was da oben passiert, wir müssen, um sicher zu gehen, mindestens den drittletzten Platz halten“, warnt Dunkel. Die nächsten Spiele avancieren für den Lambertsberger Coach zu Schüsselspielen.

Die Auswärtsaufgaben über das Osterwochenende am heutigen Karsamstag beim TuS Ahbach und am Montag beim SV Roth-Kalenborn werden zu weiteren Härtetests. „Ein Problem ist, dass alle drei Torleute verletzt oder krank sind – so muss der Torwart der Freizeitmannschaft wohl wieder aushelfen. Doch mich freut sehr, dass mit Mario Hager unser Torjäger nach eineinhalb Jahren Verletzungspause zurück ist“, sagt Dunkel. Die Heimspiele für sich zu entscheiden, wäre für Dunkel „ein Pfund. Auch die Rückkehr von Michael Tholl wird uns einen Schub geben. Wir sind bestimmt nicht chancenlos“.