Spielabbruch in Konz: Aufregung ja, Ausschreitung nein

Spielabbruch in Konz: Aufregung ja, Ausschreitung nein

Der Spielabbruch im Fußball-A-Liga-Spiel zwischen Konz II und Ehrang/Pfalzel sorgt für Gesprächsstoff. Der Fall geht vor die Kreisspruchkammer - der Schiedsrichter hatte sich von einem Ehranger Funktionär bedroht gefühlt.

Konz. Spielabbruch bei der Partie der Kreisliga A SV Konz II gegen die FSG Ehrang/Pfalzel? Diese Notiz im gestrigen TV fiel manchem Leser gleich ins Auge. "Nicht schon wieder", wird sich der eine oder andere gedacht haben, schließlich sind die Vorfälle in Trier-West am Anfang der Saison noch in bester Erinnerung. Mit gewalttätigen Ausschreitungen habe die Situation in Konz aber nichts zu tun, sagen Vertreter beider Clubs. Was war geschehen? Beim Stand von 1:0 für Konz II ging SV-Stürmer Manuel Niebling in einen harten Zweikampf mit Ehrangs Sven Hoffmann - aus Sicht des Ehranger Spielertrainers Frank Thömmes "mindestens Gelb". Schiedsrichter Marco Kuhn hatte kein Foul gesehen, er gab Einwurf für Konz II. Daraufhin beschwerte sich Spielertrainer Thömmes bei Kuhn und sah nach einem aus seiner Sicht harmlosen Wortwechsel erst Gelb, dann Gelb-Rot. "Selbst der gegnerische Trainer hat versichert, dass ich den Schiedsrichter in keiner Weise beleidigt habe", sagt Thömmes.
Auf den Platzverweis reagierte Ehrangs sportlicher Leiter Jan Mombach mit wütenden Protesten. Er soll laut Kuhns Spielbericht den Referee geschubst haben. Kuhn fühlte sich "bedroht" und brach die Begegnung in der 40. Minute ab. Nun geht der Fall vor die Kreisspruchkammer. "Ich kann definitiv sagen, dass Mombach den Schiedsrichter nicht berührt hat", gab Thömmes zu Protokoll. Für den Konzer Co-Trainer Frank Laudwein, der den erkrankten Chefcoach Marco Muhsweiler vertreten hatte, war der Spielabbruch nicht nachzuvollziehen: "Beide Mannschaften wollten weiterspielen, die Spieler haben sich allesamt ruhig verhalten."