Gondenbrett Heißer Kampf im kalten Mehlental

Gondenbrett · Kreisliga B I: Ulmen holt in Gondenbrett ein 0:2 auf – MSV-Trainer Norbert Hacken geht.

 Mehlentaler SV : Ulmen Yannik Franzen von Ulmen (links) gg. Fabian Hockertz

Mehlentaler SV : Ulmen Yannik Franzen von Ulmen (links) gg. Fabian Hockertz

Foto: HANS KRAEMER

Sowohl der Mehlentaler SV als auch die Fortuna aus Ulmen bleiben nach einem 2:2 im Spitzenspiel der Kreisliga BI ernsthafte Titelkandidaten. In einem umkämpften und bis zum Ende spannenden und intensiven Duell verwandelte Ulmen einen 0:2-Halbzeitrückstand noch in ein respektables Unentschieden. Für den MSV war es binnen vier Tagen bereits der zweite Hit.

Am Ende waren sich beide Trainer darin einig, dass der Ausgang des Spitzenspiels in der Kältekammer von Gondenbrett gerecht war. „Die Halbzeitpause kam für uns im falschen Moment“, sprach MSV-Coach Norbert Hacken von ersten 45 Minuten, nach denen seine Mannschaft den Gegner schon fast im Sack hatte. Hacken fügte an, dass „wir bis zur Pause gnadenlos effektiv waren und wenig zugelassen haben“. Denn nach einem Foul am immer wieder gekonnt das Dribbling suchenden Michael Zeimmes an der Strafraumgrenze wurde Pascal Krämer einmal mehr seinem Ruf als Freistoßspezialist gerecht, als der Kapitän der Mehlentaler die Kugel unhaltbar unter die Latte schlenzte (zehnte Minute).

Dann verteilte Ulmens Dominik Karst in der 25. Minute unfreiwillige Geschenke und agierte in der Rückwärtsbewegung allzu leichtsinnig: Marcel Busch – bereits am Mittwoch zuvor beim 4:2 gegen Schneifel Stadtkyll II dreifacher Torschütze – nutzte die Gelegenheit, mit einem Drehschuss für relativ klare Halbzeitverhältnisse zu sorgen – 2:0. Die Ulmener Fortuna kam in dieser Phase kaum hinter die gegnerischen Linien und fand zunächst keine Lösungen im Offensivbereich. Ansätze von Niklas Denkel, der einen Kopfball nicht mit genügend Druck ausstattete, und Mike Schumacher, dessen Schuss Beute von MSV-Keeper Tobias Hockertz wurde, verpufften im dicht gestaffelten Abwehrgefüge der Hausherren.

Nach dem Wechsel erhöhte Ulmen den Druck merklich. Zunächst säbelte Schumacher die Kugel aus zwölf Metern am Dreieck vorbei. Doch als Ulmens Torjäger vom Dienst in der 52. Minute im Sechzehner gefällt worden war, sorgte der eingewechselte Michel Klapperich per Elfmeter für neue Hoffnung bei den Gästen.

Nun war die Fortuna obenauf und setzte dem Tabellenvierten mächtig zu. Ein 30-Meter-Schuss von Ricardo Schaaf verfehlte das Ziel noch, doch anschließend kam Ulmen zum Ausgleich: Nach Eckball von Yannick Franzen war Denkel mit dem Kopf zur Stelle (67.) und brachte den MSV in dieser Phase gewaltig zum Wackeln. Doch die Elf des am Saisonende auf eigenen Wunsch aus seinem Amt scheidenden Trainers Norbert Hacken – der MSV-Vorstand ist aktuell um eine Nachfolgeregelung bemüht – fiel nicht. Im Gegenteil: Gegen Ende der Partie setzte der MSV nochmals Offensivakzente und ließ seine Passivität, die er noch zu Beginn der zweiten Halbzeit offenbart hatte, zurück.

„Alles rausholen und dran glauben“, hieß die Devise von Hacken, während Ulmens Coach Lothar Schenk zum kompakten Verteidigen überging. Kim Geider verzog aus 13 Metern, auch Schumacher und Klapperich blieben mit Schüssen aus der Distanz erfolglos. „Es war ein gerechtes Unentschieden. Der Punkt ist wichtig für die Moral. Insgesamt hatten wir ein Chancenplus und durch die Umstellung auf zwei Stürmer in der zweiten Halbzeit auch mehr Druck entwickelt. Doch die Mehlentaler Michael Zeimmes und Pascal Krämer haben uns das Leben schon schwergemacht“, kommentierte Fortuna-Trainer Schenk eine muntere und  gerecht unentschieden endende Partie in der alles andere als frühlingshaften Kältekammer von Gondenbrett im Mehlental.

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