Thömmes' Titel-Träume

Die SG Ehrang/Pfalzel hat im Kampf um die Tabellenspitze einen Dämpfer einstecken müssen. Am vergangenen Spieltag unterlag die Elf von Spielertrainer Frank Thömmes mit 0:1 in Schweich. Thömmes gibt die Hoffnung aber nicht auf und setzt in den verbleibenden sechs Spielen voll auf Sieg.

Trier-Ehrang/Pfalzel. Der SG Ehrang/Pfalzel gehört die Zukunft. Die Nachwuchsspieler stehen in den Startlöchern und die Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein. Frank Thömmes ist voller Optimismus, was die Entwicklung seines Heimatvereins angeht.
Seit Saisonbeginn hat er mit Marcus Huwer die Rollen getauscht und bestimmt nun die Richtung innerhalb der ersten Mannschaft. "Wir haben beide gemerkt, dass wir fußballerisch unterschiedlich denken. Wir lagen teilweise zu weit auseinander", sagt Thömmes. Für die beiden ehemaligen Schulkollegen war der "Seitenwechsel" aber kein Problem. "Alles war einvernehmlich und heute steht mir Marcus beratend zur Seite und übernimmt den Job, wenn ich mal ausfalle", sagt Frank Thömmes, der gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen und seinen beiden Brüdern Rudi und Harry den Verein wieder in die Höherklassigkeit bringen will.
Der Dämpfer im Meisterschaftskampf gegen Schweich ist für den 33-jährigen Coach, der noch in diesem Monat Vaterfreuden entgegensieht, kein Grund zur Panik.
"Wir müssen weiter unser Ding machen und dafür haben wir noch sechs Spiele Zeit. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wir wurden am letzten Tag der Hinrunde Herbstmeister. Vielleicht gelingt uns dies auch am letzten Tag der Rückrunde."
Dass der torgefährliche Vollblutstürmer jedes Spiel gewinnen will, daraus macht er keinen Hehl: "Wenn ich ein Trikot anhabe, bin ich ein anderer Mensch." Der Immobilienmakler ist voller Ehrgeiz was seine sportlichen Ziele angeht und auf dem Platz immer auf der Suche nach guten Vorlagen. Auch wenn er sich selbst nicht in die Kategorie der läuferisch stärksten Spieler einordnen möchte, an Technik und Präzision vor dem gegnerischen Tor macht ihm in der Liga keiner etwas vor. 25 Tore hat er bereits in der laufenden Saison erzielt. Alles sieht nach dem Titel des besten Torjägers der A-Liga aus. Übrigens ein Titel, der noch in der Sammlung von Frank Thömmes fehlt.
Schönste Zeit in Mehring



Bereits mit 18 Jahren erlebte er seinen ersten sportlichen Höhepunkt mit der Uefa-Cup-Teilnahme seines damaligen Vereins CS Grevenmacher in Helsinki. Zu seiner schönsten Fußballzeit zählen die vier Jahre beim SV Mehring. "Mit nur einer Niederlage haben wir die Meisterschaft in der Bezirksliga geschafft. Kameradschaft, Umfeld und Rahmenbedingungen waren einfach optimal", erinnert sich Thömmes gerne zurück. Damals spielt er übrigens unter den kritischen Augen seines Bruders Rudi Thömmes. In seinen Heimatverein SG Ehrang/Pfalzel wechselte er dann vor zwei Jahren gemeinsam mit seinen beiden Brüdern. "Nach der Geburt meines ersten Sohnes Fabio wollte ich einfach etwas kürzer treten."
Kurzfristig wartet Frank Thömmes nun mit seiner Frau Sabrina auf den zweiten Sohn (die Fortführung der Familientradition ist somit gesichtert), mittelfristig setzt er alles auf das Gelingen des Meistertitels und langfristig will er sich mit Blick auf seine Karriere als Trainer nicht dem Lockruf eines höherklassigen Vereins versperren. Der schussstarke Linksfuß sagt übrigens: "Mein rechtes Bein brauche ich nur, damit ich nicht umkippe.