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Kreisliga B I
Mit Dauner Tugenden zum Erfolg

Daun. Kreisliga B I: Bekim Fetaovski beerbt nach Saisonende Martin Müller beim TuS 05.

Nach fünf Jahren unter Spielertrainer Martin Müller vollzieht sich nach der Saison beim B-Ligisten TuS Daun 05 ein Trainerwechsel. Neuer Mann auf der Kommandobrücke wird der in dieser Saison noch gelegentlich als Spieler mitwirkende Bekim Fetaovski sein, unterstützt von Christian Britzius.

Müller, der als Spielertrainer das Team nach dem Abstieg 2012/13 in der C-Klasse gemeinsam mit Sven Edinger übernommen hatte, begründet seinen Abschied wie folgt: „Ich möchte auch aufgrund meiner beruflichen Situation persönlich mal zurückfahren und etwas Abstand gewinnen. Demnächst werde ich auch meinen Trainerschein machen. Das braucht Zeit. Und nach fünf Jahren in Daun braucht die Mannschaft andere Reize und Impulse sowie eine andere Ansprache.“ Zwei Jahre mit Edinger und genauso lange mit Thomas Schäfer prägten Müller auch als Trainer, der stets auch auf dem Platz zu Hause war. „Die Mannschaft akzeptiert meinen Entschluss, obwohl der Tenor schon in Richtung Wehmut geht.“

Klar, dass sich nach diesem Zeitraum auch Abnutzungserscheinungen bemerkbar machten, dennoch geht der Blick von Müller nach vorn. „Wir haben noch Ziele. Der Klassenerhalt ist im Fokus, ich möchte meinem Nachfolger Bekim Fetaovski eine B-Klassen-Mannschaft übergeben.“ In der Saison 2016/17 klappte es unter und mit Müller und konnte der Aufstieg in die B-Liga, gefeiert werden, nachdem das Team in einem Entscheidungsspiel gegen den FC Demerath im Elfmeterschießen glücklich gewann. „So ein Match vor 800 Zuschauern ist  ein prägendes Erlebnis“, bekennt Müller. Eine Serie von 13 Siegen in Folge ermöglichte es den 05ern seinerzeit, Platz zwei zu erobern und mit Demerath punktemäßig gleichzuziehen. Eine Rückkehr auf den Trainerstuhl schließt der Immobilienmakler nicht aus. „Ich bin jetzt 35, ein Abschied vom Fußball käme auch viel zu früh für mich. Nach dem Erwerb der Jugend-Elite-Lizenz möchte ich schon als Trainer weiterarbeiten. Wo, lasse ich mir offen.“ Denkbar ist auf jeden Fall, dass der in Daun lebende Coach noch ein Jahr auf dem Platz dranhängt. Um das Ziel Klassenverbleib zu realisieren, braucht das Team „wohl 25 Punkte. Das ist in jedem Fall machbar, wenn wir die Qualität abrufen“.

Das Sechs-Punkte-Spiel gegen Schönecken fiel zunächst aus und wird am 11. April nachgeholt. Im Spielplan wartete mit Ulmen „eine Hausnummer. Das war ein Hammer-Spiel, das 3:3 endete“, so Müller im Rückblick. Vergangenen Samstag reichten drei Tore ebenfalls nicht zum Sieg gegen Ahbach II (3:4). Nach dem Mittwochsspiel bei der SG Schneifel II (0:6) wartet am heutigen Karsamstag in Hillesheim eine weitere Spitzenmannschaft. „Das wird extrem schwer, doch wir werden unsere Tugenden einbringen, kämpfen, was das Zeug hält und auch was versuchen mitzunehmen“, blickt Müller voraus.