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Fußball-Oberliga: Traumtor in den Winkel besiegelt Salmrohr-Pleite

Fußball-Oberliga : Traumtor in den Winkel besiegelt Salmrohr-Pleite

Fußball-Oberliga: Aufsteiger Salmrohr kassiert durch späten Gegentreffer 0:1-Heimniederlage gegen den FC Karbach.

Fünf Minuten waren gestern Abend im Fußball-Oberligaduell zwischen dem FSV Salmrohr und dem FC Karbach absolviert, da war sich Schiedsrichter Arianit Besiri nicht mehr sicher. „Ist da genug Luft drin?“ fragte der Regionalliga-Referee aus Trier. „Ein bisschen leicht, aber okay“, meinte Besiri nach einer kurzen Prüfung.

Mit dem Spielgerät kamen die Gäste anfangs besser zurecht, arbeiteten sich ein ums andere Mal gut durchs Mittelfeld. Bei Salmrohr fehlte zunächst die Aggressivität, die es noch am Samstag beim 2:0 in Koblenz ausgezeichnet hatte. Gefährlich wurde es bei Karbach, wenn Dominik Kunz und Iljaz Gubetini in die Angriffe involviert waren. So in der 21. Minute, als Salmrohrs Innenverteidiger Max Düpré gerade noch am Strafraum klären konnte. Nur eine Minute später schlug Kapitän Michael Dingels den Ball nach Kunz-Hereingabe aus der Gefahrenzone.

Den Hausherren gelang es ab Mitte der ersten Hälfte immer wieder, Karbacher Angriffe abzuwehren. Im Umschaltspiel ging es aber in der ersten Hälfte nur einmal einigermaßen zielstrebig zu, nachdem Giancarlo Pinna auf Gustav Schulz gepasst hatte, der aus gut 20 Metern abzog, seinen Meister aber in FCK-Keeper Safet Husic fand (30.). Drei Minuten später musste Husics Gegenüber Sebastian Grub sein ganzes Können aufbieten: Gubetini kam aus kurzer Distanz zum Kopfball, der Salmrohrer Torwart rettete mit einem Panthersprung. Nach der Pause legte der FSV mehr Vehemenz in seine Offensivaktionen. „Jungs, wir kriegen noch unser Ding“, feuerte Spielführer Dingels seine Kameraden nach gut einer Stunde an. Der Routinier war überzeugt davon, dass sein Team noch trifft. Zunächst spielte sich in einer kampfbetonten Partie aber weiter das meiste zwischen den Strafräumen ab. Salmrohr mangelte es an Präzision. Eine starke Einzelleistung entschied die Partie zehn Minuten vor Schluss: Nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß von Dominik Kunz nahm Oscar Feilberg aus 15 Metern halbrechter Position Maß – und traf per Traumtor in den Winkel.

Der FSV warf noch einmal alles nach vorne. Karbach behielt aber den Überblick und fuhr dank der etwas abgeklärteren Spielweise einen verdienten Sieg ein. Da sich der wiedergenesene Nico Toppmöller binnen zehn Minuten zwei Gelbe Karten abholte und in Minute 86 runterflog, beendete der FSV das Spiel in Unterzahl.

Und es wurde noch hektischer: Der ausgewechselte Eric Peters handelte sich auch die Ampelkarte ein, nachdem er Gegenstände am Spielfeldrand herumgeschmissen hatte.

FSV Salmrohr – FC Karbach 0:1 (0:0)

Salmrohr: Grub – Abend, Dingels, Düpré, Bohr (74. Toppmöller)– Giwer – Littau, Pinna (87. Holper), Schulz, Mennicke (66. H. Thul)– Unnerstall.

Karbach: Husic – Peuter, Eberhardt, Puttkammer, Fischer – Peters (66. Göderz), Otto (77. Wingenter), Denguezli, Kunz (84. Jannke), Feilberg – Gubetini.

Schiedsrichter: Ariniat Besiri (Trier)

Zuschauer: 210

Tor: 0:1 Feilberg (80.)

Bes. Vork.: Gelb-Rot Toppmöller (Salmrohr, 80., wiederholtes Foulspiel), Rot: Peters (Karbach, Unsportlichkeit., 90.+4)