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Trier: Eintracht-U19 ohne Chance gegen Stuttgarts Talente​

Fußball : Triers U19 ohne Chance gegen Stuttgarts Talente

A-Junioren-Bundesliga: Im letzten Spiel vor der Winterpause kassiert Eintracht-Nachwuchs ein 0:6 – Kuranyi trifft drei Mal für den VfB.

Im zehnten Spiel der laufenden Saison in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest bekam die U19 von Eintracht Trier noch einmal klar ihre Grenzen aufgezeigt – und kassierte mit dem 0:6 (0:1) die neunte Niederlage. So hoch hatten die Blau-Schwarz-Weißen zuvor erst einmal verloren – Ende Oktober beim Karlsruher SC.

Die Gäste vom VfB Stuttgart agierten vor 234 Zuschauern im Moselstadion ballsicher, störten die Akteure des Tabellenschlusslichts bereits früh im Spielaufbau und zwangen sie somit immer wieder zu Abspielfehlern. Erschwerend kam auf Seiten der Eintracht das Fehlen von fünf Stammkräften hinzu, darunter auch der bis Ende der Saison aus disziplinarischen Gründen suspendierte Angreifer Noah Lorenz (TV berichtete).

Gleich drei Treffer gingen auf das Konto eines Spielers mit berühmtem Namen: Karlo Kuranyi eiferte am Sonntagmorgen seinem Vater Kevin nach und köpfte nach einer Ecke zunächst zum 0:1 ein (8.), ehe er drei Minuten nach dem Seitenwechsel den zweiten Treffer für die Schwaben markierte, indem er einen Querpass von Luca Battista verwertete. Später war der VfB-Angreifer nach einer weiteren Ecke zum 0:4 erfolgreich (72.). Die übrigen Tore gegen eine zwar kämpferische, aber spielerisch zu limitierte Trierer Elf markierten Battista nach Kuranyi-Querpass (58.) und der eingewechselte Luca Raimund, der nach einer schönen Battista-Flanke zur Stelle war (77.). Mit dem schönsten Treffer des Tages traf Benjamin Boakye aus 16 Metern fast genau in den Winkel (85.).

„Wir haben alleine vier Treffer nach Hereingaben  in den Strafraum kassiert. Das ist wieder unser altes Thema ‚Box-Verteidigung‘“, monierte Triers Trainer Jan Stoffels erneut die mangelnde Defensivstärke im eigenen Strafraum.

Gegen die mit einem halben Dutzend Junioren-Nationalspielern gespickten Gäste brachte es der SVE nur auf eine halbwegs ernstzunehmende Chance: Nach Hereingabe von Khaen Fuchs zog Jannis Holbach aus 13 Metern ab, der Schuss war aber nicht platziert genug, um Schlussmann Dennis Seimen groß zu gefährden (12.).

Leidenschaft wollte Stoffels seinen Schützlingen nicht absprechen: „Wir hatten in der ersten Hälfte unsere Ballbesitzphasen und haben immer wieder versucht, Fußball zu spielen. Nach der Pause wurde der Qualitätsunterschied aber zunehmend klarer.“

Mit einem Erfolgserlebnis will die Eintracht nun das Jahr abschließen: Im Rheinlandpokal gastiert man am Donnerstag ab 19.30 Uhr beim zwei Klassen tiefer angesiedelten JFV Bitburg. In der Bundesliga geht`s nach der Winterpause am Sonntag, 5. Februar, 11 Uhr, mit der Partie beim 1. FC Nürnberg weiter.

Eintracht Trier U19 – VfB Stuttgart U19 0:6 (0:1)

Trier: Max Becker – Jannis Holbach (78. Pablo Müller), Alex Famini, Raphael Adiele, Lennart Poth – Faton Sulejmani (69. Marian Kunz), Vladyslav Zaporozhetsv, Louis Kappes (61. Stan Trombini), Noah Herber – Philipp Bauer (69. Max Uhlig), Khaen Fuchs (61, Ben Pies).

Schiedsrichter: Eric Wettels (Fulda)

Zuschauer: 234

Tore: 0:1, 0:2, 0:4 Karlo Kuranyi (8., 48., 72.), 0:3 Luca Battista (58.), 0:5 Luca Raimund (77.), 0:6 Benjamin Boakye (85.)