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Trier: Verbandspräsident hofft auf Fußballspiele im September

Region : Verbandspräsident hofft auf Fußballspiele im September

Die Amateurkicker scharren mit den Hufen, wollen wissen, wann sie wieder loslegen können. Der Fußballverband Rheinland ist auf das grüne Licht von den Behörden angewiesen. Offen sind in Koblenz aus der alten Saison noch Aufstiegsfragen, die in dieser Woche geklärt werden sollen.

Erst am kommenden Samstag, 20. Juni, entscheidet das Präsidium des Fußballverbandes Rheinland (FVR) über Härtefallanträge von Vereinen, die Beschwerde gegen den Beschluss des Spielausschusses eingelegt haben. Aus der Region möchte die DJK Pluwig-Gusterath II neben der SG Ruwertal II aus der Kreisliga C Mosel/Hochwald aufsteigen – unter anderem wegen des nur geringfügig schlechteren Quotienten, der bei ungleicher Anzahl von Spielen zugrundegelegt wird und wegen des sowieso schiefen Tabellenbildes, welches eine Staffel mit einer ungeraden Mannschaftsstärke generell bietet (TV berichtete).

Die Entscheidung sei um eine Woche vertagt worden, weil das FVR zuletzt nicht vollzählig gewesen sei und er in dem Fall ein Treffen in der Verbandszentrale in Koblenz statt einer Videokonferenz bevorzuge, sagt Präsident Walter Desch auf TV-Anfrage.

Kein Gegenstand der Zusammenkunft am kommenden Samstag, 10 Uhr, seien die Anträge, dass aus den Trier-Saarburger D-Ligen Trier/Eifel und Mosel/Hochwald der SV Trier-Irsch II und der TuS Reinsfeld II als Tabellenzweite aufsteigen sollen. „Das sind Anträge der Kreise, wie sie immer wieder vorkommen, um zum Beispiel Ligen aufzufüllen. Das hat nichts mit den Auswirkungen der Corona-Krise  zu tun“, stellt Desch klar. Demzufolge werde der Spielausschuss darüber entscheiden – nach TV-Informationen soll hier bis Ende der Woche spätestens Klarheit herrschen.

Die Frage, wann der Spielbetrieb im Amateurfußball mit Zuschauern wieder aufgenommen werden kann, brennt auch den FVR-Verantwortlichen unter den Nägeln. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem mich nicht zwei oder drei Trainer anrufen und wissen wollen, wann es wieder losgeht“, berichtet etwa Bernd Hurth, Sachbearbeiter des Fußballkreises Trier-Saarburg.

Alles ist abhängig von der Entwicklung der Pandemie und den daraus folgenden Landesverordnungen. Walter Desch hat die Hoffnung, dass im September der Ball wieder rollen kann. Einen offiziellen Vorstoß, um weitere Informationen zu erhalten, will er in den nächsten Tagen unternehmen und bei den Landesbehörden anfragen, wie hier weitere Planungen aussehen könnten.

Spiele auch mit Zuschauern zuzulassen, hält Desch für machbar: „In Supermärkten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln stehen die Leute ja oft relativ eng beisammen. Wieso könnte da kein Kreisligaspiel vor 30 Zuschauern stattfinden?“ Denkbar seien auch Testphasen mit einzelnen Spielen in bestimmten Ligen. Desch warnt: „Wir müssen aufpassen, dass der Fußball bei einer längeren Pause nicht hintenrunter fällt.“ Aber auch der FVR-Präsident weiß: „Wenn durch ein Spiel die Fallzahlen in die Höhe schnellen, ist das Problem da. Deshalb müssen wir sehr verantwortungsvoll mit der ganzen Sache umgehen.“