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Hallenfußball
Weniger Klasse verspricht mehr Spannung

 Gut lachen hatten im vergangenen Jahr Holger Lemke (links) und seine Tarforster, indem sie sich den Turniersieg und die damit verbundene 1000-Euro-Prämie sicherten.
Gut lachen hatten im vergangenen Jahr Holger Lemke (links) und seine Tarforster, indem sie sich den Turniersieg und die damit verbundene 1000-Euro-Prämie sicherten. FOTO: Sebastian J. Schwarz / sjs / Sebastian J. Schwarz
Leiwen/Hermeskeil. Später Nachschlag in der regionalen Hallenfußballserie: Am Samstag und Sonntag bittet der SV Leiwen-Köwerich zur 24. Auflage des Veltins-Cups, der von fupa.net/volksfreund präsentiert und begleitet wird.
Andreas Arens

Kreissport-Mitarbeiter beim Trierischen Volksfreund

Die Hochwaldhalle ist bereits auf Vordermann gebracht und saniert worden. Bis die Stefan-Andres-Halle in neuem Glanz erstrahlt, wird es noch eine ganze Weile dauern: In ungewohntem Umfeld rollt der Ball beim Veltins-Cup am Wochenende. Weil auch kein früherer Termin in Hermeskeil frei war, präsentiert sich die 24. Auflage in schlankerer Form. „Gerade viele höherklassige Mannschaften sind diesmal nicht mit dabei. Schließlich geht es ja in der Bezirks- und der Rheinlandliga schon am übernächsten Wochenende für die meisten wieder um Punkte. Da läuft gerade die heiße Phase der Vorbereitung“, weiß Werner Jostock, Vorsitzender des ausrichtenden SV Leiwen-Köwerich und Turnierleiter in Personalunion.

Immerhin: Titelverteidiger FSV Trier-Tarforst und damit noch ein Team aus der höchsten Spielklasse des Fußballverbands ist mit dabei. Nicht nur die Mannschaft von Trainer Holger Lemke, sondern auch die SG Thomm zählt zum engeren Favoritenkreis. Der A-Ligist gewann gleich zu Jahresbeginn sowohl das Lebenshilfe-Turnier, wie auch den ebenso in eigener Halle in Osburg ausgetragenen Dachdecker-Lauer-Cup. Dank ausgefeilter Hallentaktik mit einem von hinten immer wieder die Partie ankurbelnden Torwart Martin Leinenweber legte die Spielgemeinschaft dabei jeweils zahlreiche sehr überzeugende Partien hin.

Erneut ist auch ein Team des Gehörlosen-Sportvereins Trier am Start, was eine Besonderheit für die Schiedsrichter bei der Leitung von deren Spielen mit sich bringt: Hier ersetzt dann eine Assistentenfahne die Pfeife, um etwa die Begegnung zu starten oder sie zu unterbrechen.

Turnierchef Jostock verspricht sich durch das Fehlen vieler regional höherklassiger Mannschaften ein Plus an Spannung und größere Chancen für die Kreisligisten, etwas vom wie gehabt mit 2 000 Euro gut gefüllten Prämientopf abzubekommen: „Es ist gut möglich, dass es der eine oder andere aus unteren Ligen schafft, sich über die Gruppenphase und die Zwischenrunde für die Finalspiele zu qualifizieren.“

Der Sieger darf neben dem Wanderpokal 1 000 Euro mitnehmen. Für den Zweiten fallen 600, für den Dritten 250 und für den Vierten 150 Euro ab. Ausgezeichnet werden auch der erfolgreichste Torschütze und der beste, von einer Jury bestimmte, Schlussmann.

Die Köwericher Weinkönigin Marie I. (Jostock) hat sich für die Siegerehrung angekündigt und tritt die Reise in den Hochwald genauso an, wie viele Helfer aus den Reihen des SV Leiwen-Köwerich. „Alle wollen, dass es trotz des Ausfalls der Schweicher Halle mit diesem Traditionsturnier weitergeht“, bekräftigt Vorsitzender Jostock – und ist überzeugt: „Wir gehen fest davon aus, dass auch in Hermeskeil alles gut über die Bühne geht. Das Umfeld mit der frisch renovierten Halle passt doch.“