FSV Eschfeld ist der Dauerbrenner der B-Klasse Ein ganzes Dorf l(i)ebt den Fußball

Eschfeld · Wie es dem FSV Eschfeld Jahr für Jahr gelingt, sich in der Kreisliga B zu behaupten.

Ein ganzes Dorf ist und bleibt im Fußballfieber: Der B-Ligist FSV Eschfeld begeistert seine rund 100 Mitglieder immer wieder mit einer großen Kameradschaft und viel Mentalität. Auch in diesem Jahr peilt der noch immer eigenständige Verein einen gesicherten Mittelfeldplatz an.

Der FSV Eschfeld ist derzeit Sechster in der Kreisliga B II. Und einstellige Plätze sind für den Club fast schon zur Gewohnheit geworden. In den Spielzeiten 2013/14 und 2015/16 reichte es jeweils zu sechsten Plätzen, dazwischen gab es einen neunten Rang (14/15) und vergangene Saison kam das Team auf Position acht ins Ziel. „Diesen Erfolg kann man damit erklären, dass es im gesamten Verein einen ganz großen Zusammenhalt gibt. Wir sind für uns selbst jedes Jahr eine Überraschung. Wir schaffen es immer wieder, uns als Mannschaft und Verein zusammenzureißen. Das Team zeichnet eine unglaubliche Mentalität aus“, findet Trainer Patrick Wallesch Erklärungen für das Phänomen FSV Eschfeld.

Der ganze Verein ziehe an einem Strang. Überhaupt ist die Identifikation mit dem Dorf und dem FSV sehr ausgeprägt. Im 190-Seelendorf Eschfeld sind über 100 im FSV integriert. „Jeder Einwohner ist fast in zwei Vereinen drin, jeder Eschfelder lebt das Dorfleben über die Vereine“, erklärt Wallesch. Dass es sogar eine zweite Mannschaft gibt, liegt auch daran, dass die Alten Herren stets Gewehr bei Fuß stehen und man gegenseitig aushilft. Die auswärtigen Spieler – etwa 20 Prozent – integrieren sich problemlos – haben die volle Akzeptanz der Einheimischen. Neben dem Fußballverein gibt es im Dorf die Feuerwehr, den Musikverein, den Dartclub und die Gymnastikgruppe.

In diesem Spieljahr sind gleich drei Trainer engagiert. Achim Koster ist der Haupttrainer, mit Eric Kandels und Wallesch sind zwei weitere Coaches überwiegend mit den Spielformen und taktischen Dingen beschäftigt. Koster übernimmt den Ausdauer- und Fitnessbereich. „Es gibt keine klare Aufgabenteilung. Zwei, drei Wochen vorher wird festgelegt, wer die Einheiten leitet. Jeder hat dann seine Inhalte im Kopf“, erklärt Wallesch, der auch zweiter Vorsitzender ist. Koster ist zudem auch Geschäftsführer und Kandels Beisitzer im FSV.

Der momentane Tabellensechste hat einige besondere Spiele absolviert in dieser Saison, wie Wallesch betont. „Von unseren 20 Punkten haben wir 15 vor eigenem Publikum geholt. Wir haben nur gegen Preist verloren, sind schon ziemlich heimstark. Niemand spielt gerne in Eschfeld.“ Die Auswärtsschwäche – er gelang erst ein Sieg in Messerich – ist aber ein Makel. „Wir müssen selbstbewusster und mutiger sein. Die Gegner kochen auch nur mit Wasser“, so Wallesch, der auch mit 32 Jahren noch die Abwehr dirigiert. Trotz des derzeit guten Platzes geht der Blick nach unten. „Ein Sieg gegen Badem wäre ein Riesenschritt gewesen. Doch wir haben 1:2 verloren. Mit Koosbüsch, Bitburg II, Stahl und Neuerburg haben wir noch Mannschaften vor der Brust, die unter uns stehen. Da sind jeweils drei Punkte die klare Vorgabe.“

Das nächste Heimspiel gegen die SG Neuerburg bezeichnet Wallesch als eine „der wenigen Derbys für uns, bei denen immer Feuer drin ist. Das waren stets enge Spiele. Zumal wir aus dem Hinspiel (1:2) noch was gutzumachen haben. Dort haben wir unser schlechtestes Auswärts­spiel gemacht.“

Bis auf den verletzten Marc Belling und Eric Kandels, der nur eingeschränkt trainieren kann, hat der FSV alle Spieler komplett an Bord. Am ersten Juli-Wochenende begeht der FSV sein traditionelles Sportfest. „Das ist stets ein Highlight und immer gut besucht“, frohlockt Wallesch.

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