Viel Not, wenig Punkte

Die Winterpause in der Fußball-Rheinlandliga ist kurz. Bereits am 12. Februar geht es mit einem Nachholspieltag weiter. Im zweiten Teil der Hinrundenbilanz nimmt der TV die Vereine der Region unter die Lupe, die in der unteren Tabellenhälfte zu Hause sind.

Trier. Fünf Clubs aus der Region sind in der oberen Hälfte der Rheinlandliga-Tabelle beheimatet, bleiben also noch vier, die in den unteren Tabellenregionen überwintern. Der zufriedenste Verein dieses Quartetts ist der TuS Mosella Schweich, der als Zwölfter die beste Platzierung hat und dessen Ziele als Aufsteiger ohnehin nicht so hoch gesteckt waren. "Wir wollten 20 Punkte nach der Hinrunde haben", sagt Trainer Hans Schneider, "mit dem einen Zähler weniger, der es geworden ist, können wir leben." Denn die Mosella hatte schon vor der Saison den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben und ist mit dieser Punktzahl auf einem guten Weg. Auch mit den gewonnenen Erkenntnissen: "Chancenlos waren wir nur beim 0:5 in Salmrohr", so Schneider, "in einigen Spielen hat uns ein bisschen die Cleverness und die Routine gefehlt." Der Lernprozess der Vorrunde soll sich auszahlen. Andreas Kaufmann wechselt zurück nach Mehring, aus dem eigenen Nachwuchs soll neben Max Gäbler, der sich erste Sporen verdient hat, Sebastian Schäfer eingebaut werden.

Vier Punkte hinter dem Neuling rangiert die SG Bullay/Zell. Nur fünf Punkte zu Hause und zehn aus den Auswärtsspielen sind insgesamt zu wenig. "Wir mussten immer wieder Leistungsträger zum Teil über einen langen Zeitraum ersetzen", sagt der Vorsitzende Karl-Heinz Hartmann, "das war sicher unser Hauptproblem." Daniel Feiden (Kreuzbandriss) wird auch beim Rückrundenstart nicht dabei sein, Manuel Bausen und Alaudin Hajdari sollen für Stabilisierung sorgen. Nach der sehnt sich auch Harry Koch, der beim SV Dörbach ebenfalls vom Verletzungspech gebeutelt war. "Ich bin kein Jammerer", sagt der Ex-Profi, "aber wir sind nicht in der Lage, Ausfälle wie die von Mike Gaugler, Eric Wolff und Patrick Noske wegzustecken." Trotz nur zwölf Punkten sagt Koch: "Die Qualität ist ja da, wenn wir komplett sind. Das Dilemma ist nur, dass wir gegen die guten Mannschaften besser spielen als gegen unsere Mitkonkurrenten." Auch in Dörbach wird mangels Geld personell wohl nicht nachgelegt, "aber personell sind wir nach dem derzeitigen Stand der Dinge wieder besser aufgestellt. Aber schwer wird es trotzdem, die Klasse zu halten."

Das gilt natürlich genauso für die SG Ellscheid (elf Punkte), die von der Entwicklung aber nicht überrascht ist. "Wir wussten von Anfang an, dass es gegen den Abstieg geht", sagt Trainer Jörg Stölben, "weil wir wussten, dass wir nach vorne große Probleme haben." Den Eifelern fehlt ein Knipser. Mit der Rückkehr von Sebastian Stolz in den Kader könnte sich das bessern. "Wir sprechen derzeit mit zwei Spielern, an denen aber auch andere Vereine dran sind, deshalb stehen unsere Chancen nicht gut." Christoph von Graevnitz und Patrick Rieder wandern ab und machen den Kader noch kleiner, als er ohnehin schon ist.