Vier Mannschaften spielen Seit' an Seit' im Mittelfeld

Vier Mannschaften spielen Seit' an Seit' im Mittelfeld

Sie weichen nicht voneinander: Zur Winterpause belegen Föhren, Osburg, Ockfen und Sirzenich in der Fußball-Bezirksliga die Plätze neun bis zwölf. Die vier Clubs aus dem Kreis Trier-Saarburg hoffen, dass es im neuen Jahr in der Tabelle noch ein wenig nach oben geht.

Vier Teams, vier unterschiedliche Ausgangslagen. Wohin führt der Weg des Mittelfeld-Quartetts?

SV Föhren: 30 Tore in 18 Partien — das ist nicht nach dem Geschmack von Trainer Christian Esch. "Wir haben zu viele Chancen liegenlassen. Wir müssen vor dem gegnerischen Tor cleverer werden", schreibt er seinem Team ins Stammbuch. Esch hat das Team im Sommer übernommen: "Wir haben das Spielsystem umgestellt und hatten einen tollen Start. Danach hat sich vielleicht ein bisschen zu viel Selbstzufriedenheit eingestellt" bilanziert Esch.

Als Neunter hat Föhren nach 18 Partien 27 Punkte auf dem Konto. Für's neue Jahr hält Esch Ausschau nach Verstärkungen für die Abwehr und die Offensive, definitiv sei aber noch nichts. Wieder angreifen soll Sebastian Gessner nach überstandenen Patellasehnen-Problemen.

SG Osburg: Nach 17 Spielen hat die SG Osburg bereits so viele Siege verbucht wie in den gesamten 30 Partien der Vorsaison — nämlich acht.

"Wir haben uns mit namhaften Spielern verstärkt. Dank Björn Matzat, Daniel Becker, Kevin Dres und Niki Wagner sind wir individuell stärker besetzt — und damit auch torgefährlicher geworden", nennt Michael Höllen, Mitglied im dreiköpfigen Trainerteam, einen Grund für den Aufschwung.

Als "absolute Überraschung" bezeichnet er das bisherige Auftreten von Torwart Martin Leinenweber: "Seine Leistung ist bemerkenswert, nicht nur wegen der Handvoll parierter Elfmeter. Er strahlt bereits eine große Ruhe aus."

SG Ockfen: 40:40 — so lautet das Torverhältnis der SG Ockfen nach 18 absolvierten Spielen. "Unsere Partien haben einen hohen Unterhaltungswert", sagt Trainer Peter Schuh mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Auch ansonsten ist das Team für Überraschungen gut. Gegen Traben-Trarbach, Buchholz und Lambertsberg ließ die Mannschaft unerwartet Federn, dafür gab es einen Sieg gegen das Topteam Stadtkyll. Nachdenklich stimmt Schuh die Heimbilanz (nur zehn Punkte in neun Spielen). "Als Meister der A-Liga sind wir in der Vorsaison zu Hause ohne Punktverlust geblieben. Dass wir jetzt vor heimischem Publikum nicht genauso souverän auftreten, zeigt, dass die Bezirksliga erheblich stärker ist", sagt Schuh, der unabhängig davon unter anderem seinen jungen Spielern wie Dominic Clemens, Mark Körner, Manuel Schaller und Alexander Loch ein gutes Zwischenzeugnis ausstellt. Änderungen im Kader sind laut Schuh nicht geplant.

SV Sirzenich: Elmar Klodt trauert der Schwächephase im September nach. "Da waren wir drei, vier Spiele nicht so im Bilde. Mit drei Punkten mehr auf dem Konto könnten wir beruhigter ins neue Jahr gehen", sagt der Trainer. So sind es für den Aufsteiger Sirzenich 20 Zähler nach 17 Spielen. Personell bewegt sich der SVS laut Klodt eher am unteren Limit. "Wenn zwei oder drei Stammspieler ausfallen, wird es schwer."

Zum geplanten Rückrunden-Start im Februar wird laut Klodt Steven Busch aus beruflichen Gründen erst einmal nicht zur Verfügung stehen. Peter Grundheber muss wegen einer Hand-Operation mehrere Wochen pausieren. Sascha Schirra verlässt den Club. Klodt hofft, in der Winterpause den Kader noch verbreitern zu können. Unter anderem wünscht sich der Trainer mehr Effizienz im offensiven Mittelfeld. "Wir haben Schwierigkeiten, das Spiel zu machen."

Das Resultat: nur acht Punkte in acht Heimspielen — bei acht Toren.

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