Vitalis Vitali-tät

Endlich ist er wieder da: Nach einer schier endlosen Verletzungsserie gibt Bitburgs stellvertretender Spielführer Vitali Krause wieder Gas und sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. Der gebürtige Russe verrät im TV-Gespräch, warum seine Mannschaft noch mindestens drei Spiele gewinnt und warum er den Verein so liebt.

Bitburg. "Vitali ist ein richtig guter Junge mit viel Selbstdisziplin und Spielverständnis. Es ist gut, dass er wieder da ist", hatte Bitburgs Coach Hacky Keilen noch vor drei Wochen gesagt, als es nach monatelangen Muskelproblemen Krauses endlich wieder aufwärts ging.
"Ich hatte immer wieder mit Muskelverletzungen im Hüftbereich zu kämpfen und konnte gar nicht richtig schießen. Zum Glück ist das jetzt mal ausgestanden", sagt Vitali Krause, der seit dem frühen Jugendalter immer für seinen FCB gespielt hat. "Ich lebe in Bitburg, kenne die Stadt und die Leute und bin stolz, Bitburg zu vertreten. Es bereitet mir nach wie vor riesige Freude, für diese Stadt zu spielen." Alle Höhen und Tiefen des Vereins habe er mitgemacht. "Wir sind aufgestiegen und wieder abgestiegen, doch eines ist immer geblieben: die Liebe zum FC."
Als erfahrener Spieler sei er sich seiner Verantwortung als Vizekapitän auch bewusst. "Die jungen Spieler werden hier positiv motiviert und gehen ohne Druck ins Spiel", sagt der in Russland geborene und seit dem neunten Lebensjahr in Deutschland lebende Vollblutfußballer.
Über die gegenwärtige Lage seines Clubs hat Vitali nur eines zu sagen: "Wir hatten vor der Saison einen Umbruch zu meistern, mussten viele ehemalige A-Jugendspieler einbauen und uns als Team neu zusammenfinden. Die vielen Verletzten, wie zum Beispiel Torwart Andreas Pax, verhinderten eine bessere Saison. Doch wir haben die Kurve wieder bekommen, die Einstellung ist gut, es harmoniert. Wir wollen, wenn es gut läuft, am Ende noch Fünfter werden."
Warum gewinnt der FC Bitburg noch mindestens drei Spiele? "Wir sind gegenwärtig auf einem richtig guten Weg, als Mannschaft zusammenzuwachsen. Der Kampfgeist ist wieder da, alle sind heiß aufs Fußballspielen. Und nebenbei gesagt, haben alle Spieler eine gute technische Ausbildung genossen."
Das Spiel lenken, Akzente setzen


Nach dem jüngsten 2:2 gegen Geichlingen (Mittwoch), dem 3:3 gegen den SV Schleid und dem 1:1 in Lambertsberg ist der FC Bitburg wieder da. Vitali Krause soll dabei als Sechser die Mannschaft nach vorne jagen. "Im defensiven Mittelfeld kannst du das Spiel lenken und Akzente setzen. In so einer zentralen Position hat man das Spiel vor sich und kann schnell reagieren, wenn du zum Beispiel schnell umschalten musst. Dann läuft alles urplötzlich über dich", so Krause, der zwar nie der Filigrantechniker war, aber umso mehr von seiner "Vitali-tät" und Spielübersicht lebt. Seine größten Erfolge liegen schon etwas zurück.
So steht der Aufstieg in die Bezirksliga mit dem FC Bitburg oder das Erreichen des Rheinlandpokal-Halbfinales gegen Eintracht Trier genauso geschrieben, wie die Zeit unter Trainer Herbert Herres, als sogar an die Tür zur Rheinlandliga geklopft wurde. Vitali Krause ist im Defensivbereich vielseitig verwendbar, zweikampferfahren und kopfballstark, weiß zudem, wann er das Tempo forcieren oder drosseln muss. Der 28-jährige Bitburger ist von Beruf Elektrotechniker, verheiratet mit Frau Irina und Vater von zwei Kindern (Junge dreieinhalb Jahre; Mädchen zehn Monate). Die Familie füllt den gelernten Abwehrspieler als Hobby vollends aus. L.S.

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