Von Aufgeben keine Spur

Trainer Wolfgang Huwer kämpft mit dem SV Morscheid um den Verbleib in der höchsten Kreisliga. Drei Siege in den vergangenen vier Spielen machen dem Tabellenvorletzten der A-Klasse wieder Mut fürs Restprogramm.

 Schon jetzt ein gutes Auge für den Ball: Lucas Huwer beim Training mit Vater Wolfgang.TV-Foto: Edgar Breit

Schon jetzt ein gutes Auge für den Ball: Lucas Huwer beim Training mit Vater Wolfgang.TV-Foto: Edgar Breit

Morscheid. Zu verlieren hat der SV Morscheid, der in der zurückliegenden Spielzeit souverän die Meisterschaft in der B-Liga Mosel/Hochwald gewonnen hatte, schon lange nichts mehr. "Wir können nur noch gewinnen", sagt Wolfgang Huwer, der das Training der Mannschaft am elften Spieltag der laufenden Saison übernommen hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt lag der SVM mit vier Punkten bereits abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Heute, sechs Spieltage vor Saisonende, liegt für die Elf von Wolfgang Huwer nach der erste Nichtabstiegsplatz zumindest wieder in Reichweite. "Es ist uns klar, dass wir noch fünf der verbleibenden Spiele gewinnen müssen. Aber das ist machbar. Wir sind derzeit gut drauf und hochmotiviert.

Vor seinem Wechsel nach Morscheid trainierte der B-Lizenz-Inhaber sieben Jahre den SV Wiltingen — anfangs als Spielertrainer. Er schaffte in der Saison 2004/05 den Kreispokalsieg und wurde zwei Jahre später Meister in der C-Liga Saar mit 65 Punkten. "Nach der vergangenen Saison ging bei mir die Luft aus. Ich wollte mir nach drei Jahrzehnten ununterbrochener Aktivitäten auf dem Fußballplatz eine Auszeit gönnen", begründet der Familienvater aus Oberemmel sein Ende auf der Wiltinger Trainerbank.

Ohne Fußball geht es dann doch nicht



Als dann im August die Bälle wieder rollten, merkte Huwer gleich, dass ihm was fehlte. Ohne zu zögern hat er auf die Anfrage des SV Morscheid positiv reagiert. Eine neue Aufgabe, die ihn besonders reizte, wie Huwer anmerkte.

"Die Mannschaft war anfangs verunsichert. Es fehlte an Selbstvertrauen. Hierbei galt es anzupacken", schildert Huwer, der sich im Bereich Altbausanierung selbstständig gemacht hat, seine Anfänge beim A-Ligisten. Heute spricht der engagierte Trainer von einer konditionell gestärkten und auf Sieg getrimmten Mannschaft, die mit ihrer positiven Einstellung noch das Unmögliche möglich machen kann. Wie bei seinem Junior Lucas (acht Jahre alt), der in der heimischen F-Jugend bereits 17 Tore in der laufenden Saison erzielt hat, begann auch für Wolfgang Huwer das Spiel mit dem Ball in der Oberemmeler Fußballjugend. Mit einem Torriecher ausgestattet erzielte Huwer im späteren Seniorenalter allein in den Punktspielen etwa 300 Tore. Nach der Auflösung der SG Wiltingen/O übernahm er sein erstes Traineramt bei der SG Hentern/L, bevor er als Trainer zurück nach Wiltingen wechselte.